von Thomas Rünker

Menschenkette gegen Rassismus: Kirchen laden zum Friedensgebet ein

Bochum macht am Wochenende den Auftakt für insgesamt fünf große Menschenketten, die ein deutliches Zeichen gegen Rassismus und für Menschenrechte und Vielfalt setzen wollen. Katholikenrat betreut den Abschnitt an der Propstei St. Peter und Paul

Menschenkette durch die Bochumer Innenstadt

Mit Menschenketten in fünf deutschen Großstädten wollen am Wochenende Tausende Menschen ein bundesweites Zeichen gegen Rassismus und für Vielfalt und Menschenrechte setzen. Gemeinsam mit der evangelischen Kirche rufen in Bochum der Katholikenrat und Stadtdechant Michael Kemper am Samstag, 18. Juni, zur Teilnahme an der Menschenkette und zum Friedensgebet auf.

Treffpunkt für alle Teilnehmer, die sich den Kirchen nahe und verbunden fühlen, ist ab 11.30 Uhr die Lutherkirche am Stadtpark an der Klinikstraße oder um 12 Uhr die Propsteikirche St. Peter und Paul, Untere Markstraße. Für die Menschenkette im Bereich zwischen Bleich- und Große Beckstr. hat der Bochumer Katholikenrat die Patenschaft übernommen.

Glockengeläut zum Friedensgebet um 12.30 Uhr

Beide christlichen Kirchen laden dazu ein, um 12.30 Uhr für den Frieden zu beten – „wo auch immer man sich gerade aufhält.“ Diese Einladung gilt vor allem auch denjenigen, die nicht an der Menschenkette teilnehmen können oder wollen. Wer eine Kirche zum Gebet aufsuchen möchte: Die Propstei und die Christuskirche am Platz des europäischen Versprechens sind um 12.30 Uhr zum stillen Gebet geöffnet. „Auch das Friedensgebet mag dazu beitragen, dass Respekt und Toleranz zwischen Menschen wachsen mögen“, erklären Stadtdechant Kemper und Superintendent Dr. Gerald Hagmann. Glockenläuten soll zum Gebet einladen.

Auf der Abschlusskundgebung ab ca. 13 Uhr auf dem Dr. Ruer-Platz wird neben dem Bundesvorsitzenden der Gewerkschaft Verdi, Frank Bsirske, auch die westfälische Präses Annette Kurschus, sprechen.

Zentrale Treffpunkte der Menschenkette gegen Rassismus und für Menschenrechte und Vielfalt sind um 12 Uhr der Rathausplatz, der Hauptbahnhof und der Kirmesplatz. Verschiedene Musikgruppen wirken mit und begleiten die Teilnehmenden von den Treffpunkten zur Kundgebung auf dem Dr.-Ruer-Platz.

Der Aktionstag wird vom Bochumer Bündnis für Arbeit und soziale Gerechtigkeit und vom Initiativkreis Flüchtlingsarbeit organisiert. Vor dem internationalen Gedenktag für Flüchtlinge am 20. Juni sind weitere Menschenketten am Sonntag, 19. Juni, in Berlin, Hamburg, Leipzig und München geplant.

Weitere Informationen gibt es hierhttp://bochumer-buendnis.de/menschenkette.

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