Medienforum widmet sich jüdischen Zuwanderer-Geschichten

In "Lebenswege und Jahrhundertgeschichten" beleuchten Ursula Reuther und Thomas Roth Geschichten von jüdischen Zuwanderern in NRW. Am Montag, 10. November, lesen sie im Medienforum aus ihrem Buch. Zudem kommen Zeitzeugen zu Wort.

Lesung mit Ursula Reuther und Thomas Roth

Erinnerungen jüdischer Zuwanderer stehen im Fokus einer Lesung im Medienforum des Bistums Essen am Montag, 10. November 2014. Um 19.30 Uhr stellen die Autoren Ursula Reuther und Thomas Roth ihren Dokumentationsband „Lebenswege und Jahrhundertgeschichten“ vor. Dieser erzählt die Lebensgeschichten von rund 40 Menschen, die zwischen der Zeit des Ersten Weltkrieges und dem Zusammenbruch der Sowjetunion nach Nordrhein-Westfalen gekommen sind. Die Portraits zeigen eindrucksvoll das Leben und Leiden der sowjetischen Juden, aber auch die Probleme der Zuwanderer nach ihrer Ankunft in Deutschland. Nach einem Leben in einem atheistischen Staat mussten viele Juden erst eine religiöse Identität entwickeln. Dies und kulturelle Unterschiede führten häufig zu Konflikten mit den jüdischen Gemeinden in der neuen Heimat. Bei der Veranstaltung im Medienforum kommen auch Zeitzeugen zu Wort, die von diesen Erfahrungen berichten.

Dr. Ursula Reuter ist freiberufliche Historikerin und Judaistin. Sie erforscht die jüdische Geschichte der frühen Neuzeit. Der Historiker Thomas Roth ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des NS-Dokumentationszentrums in Köln mit den Forschungsschwerpunkten Polizei-, Justiz-, Kriminalitäts- und NS-Geschichte.

Eintrittskarten für die Lesung sind zum Preis von 5 Euro im Medienforum des Bistums Essen, Zwölfling 14, 45127 Essen, erhältlich. (lk)

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