Maximilian Strozyk im Dom zum Priester geweiht

In einem festlichen Gottesdienst hat Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck am Freitagabend den aus Bochum stammenden Maximilian Strozyk zum Priester geweiht. Priester sollten "Diener des Vertrauens" sein, warb Overbeck in seiner Predigt.

Bischof Overbeck: „Seien Sie Diener des Vertrauens“

Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck hat am Freitagabend, 22. Mai, den aus Bochum stammenden Diakon Maximilian Strozyk im Essener Dom zum Priester geweiht. Zu Beginn des festlichen Gottesdienstes, musikalisch gestaltet von den Essener Domsingknaben und Domorganist Sebastian Küchler-Blessing, wurde der 28-jährige Weihekandidat vorgestellt und vom Essener Regens, Domvikar Dr. Kai Reinhold, mit seinem Namen aufgerufen. Mit der Antwort „Hier bin ich“ erklärte er seine Bereitschaft zum Dienst in der Kirche. Nach Jahren als Diakon in der St. Joseph-Gemeinde in Essen-Steele-Horst wird Strozyk nach seiner Priesterweihe künftig als Kaplan in den Gemeinden St. Marien und Maria-Magdalena in Bochum-Wattenscheid eingesetzt.

In der feierlichen Weiheliturgie versprach der Kandidat, das Priesteramt in Gemeinschaft mit dem Bischof auszuüben, den Dienst der Leitung, der Sakramente und der Verkündigung zu übernehmen und den Armen und Notleidenden zu helfen. Durch Handauflegung weihte Bischof Overbeck den Diakon dann zum Priester – ein Zeichen dafür, dass Gottes Hand sich auf den Kandidaten legt und Gott ihn mit seinem Geist erfüllt. Auch alle anderen anwesenden Priester legten ihm die Hände auf. Als Zeichen seines Dienstes erhielt der Neupriester die priesterlichen Gewänder. Anschließend salbte der Bischof ihm die Hände. Für die Feier der Eucharistie, die im Mittelpunkt des Priesteramtes steht, wurden ihm ein Kelch und eine Hostienschale überreicht. Zum Abschluss der Weihehandlung sprach Overbeck den Friedensgruß als Zeichen der priesterlichen Gemeinschaft.

Priester schaffen in der Welt Vertrauen

„Habt Vertrauen, ich bin es, fürchtet euch nicht!“ – diese drei Worte, die Jesu seinen Jüngern zuruft, als er ihnen auf dem See Genezareth entgegengeht, stellte Bischof Overbeck ins Zentrum seiner Predigt. Er betonte das Vertrauen, das ein Diakon mitbringen müsse, der sich – wie Strozyk – zum Priester weihen lasse, um so Jesus nachzufolgen: „Ohne eine lebendige Beziehung zu Jesus Christus, ohne ein existenzielles Vertrauen zu ihm und ohne eine Furchtlosigkeit, die aus der Liebe stammt, geht Nachfolge nicht.“ Gleichzeitig sorgten die Priester für Vertrauen in der Welt, so Overbeck: „In Zeiten großer Vertrauensverluste, die nicht nur die Kirche, sondern auch viele andere Institutionen, Familienbande, Freundschafts- und andere Beziehungsgefüge betreffen, sagt der Priester den Menschen: ,Habt Vertrauen, fürchtet euch nicht!‘“. Ein solches Wort könne nur sprechen, wer davon überzeugt sei, „dass Jesus Christus, der gestorben ist, in der Kraft der Auferstehung lebt und durch Gottes guten Geist unter uns gegenwärtig ist“, betonte der Bischof. Priester lebten aus dem Vertrauen auf die wandelnde Kraft Jesu – besonders wenn sie die Sakramente feierten. So solle auch Strozyk „im Auftrag der Kirche Diener der Wandlung und Verwandlung, Diener des Vertrauens, Diener der Barmherzigkeit und Sorge, Diener des Gebets für die Menschen sein“, wünschte Overbeck dem Kandidaten.

Primiz am Pfingstsonntag in Bochum

Nach seiner Priesterweihe am Freitagabend wird Maximilian Strozyk am Pfingstsonntag um 11 Uhr in seiner Heimatgemeinde St. Meinolphus und Mauritius in Bochum-Ehrenfeld zum ersten Mal die heilige Messe feiern, seine „Primiz“. Dort spendet er, ebenfalls durch Handauflegung und Gebet, den Primizsegen. In seiner Diakonats-Gemeinde St. Joseph in Essen-Steele-Horst feiert Strozyk am Sonntag, 31. Mai, um 10 Uhr eine Messe im Rahmen des Gemeindefests. (tr)

Die Predigt des Bischofs im Wortlaut (pdf)

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