Madonna und Sebastian in neuem Glanz

Das Projekt "Schatzpaten gesucht" der Essener Domschatzkammer zeigte wieder Erfolge: Zwei Patenschaften brachten neuen Glanz für eine Marienstatue und die Skultpur des heiligen Sebastian.

Projekt "Schatzpaten gesucht" weiterhin erfolgreich

Pünktlich zum "Marienmonat" Mai konnte sie ihren Platz auf dem Maialtar in der Essener Anbetungskirche einnehmen: die Gottesmutter mit Kind, entstanden Ende des 15. Jahrhunderts entweder in Köln oder an der Maas. Im Rahmen des Projektes "Schatzpaten gesucht" der Essener Domschatzkammer hatte die Restaurierungswerkstatt Berchem in Essen-Borbeck die Patenschaft für die Marienstatue übernommen und die Holzskulptur umfassend unentgeltlich restauriert. Winfried Berchem, Juniorchef der Restaurierungswerkstatt, brachte die Marienfigur pünktlich zum Aufbau des Maialtars in die Sakristei der Anbetungskirche St. Johann. Er erläuterte dem Essener Dompropst Otmar Vieth die erfolgten Arbeiten zur Festigung und Reinigung der Farbfassung. Bis Ende des Monats Mai wird die "Maienkönigin" noch den Maialtar in der Anbetungskirche schmücken.

Eine weitere Patenschaft kam dem "heiligen Sebastian" zugute. Nach mehrwöchigem Ausflug in das Restaurierungsatelier "ars servandi" konnte er seinen Platz im Skulpturenraum der Domschatzkammer wieder einnehmen. Hier hat ihn auch Dorothe Weber aus Mülheim, die mit ihrer Schwester Irmgard die Patenschaft übernommen hat, schon besucht und sich an den restaurierten Farben und dem guten Zustand ihres "Patenkindes" erfreut. (gedo/mi)

Das Stichwort: Maialtar
In fast jeder katholischen Kirche findet man im Mai einen so genannten Maialtar. Das ist eine mit Blumen und Kerzen besonders schön geschmückte Marienstatue, vor der sich die Gemeinde zu den Maiandachten versammelt. Marienandachten im Mai wurden im 18. Jahrhundert eingeführt; in Deutschland setzten sie sich aber der Mitte des 19. Jahrhunderts durch. Im Frühlingsmonat Mai wird Maria als maienkönigin verhert, der die Gläubigen auch die Natur und alles, was grünt und blüht, anvertrauen. Noch vor einigen Jahrzehnten wurden auch in den Familien kleine "Maialtärchen" eingerichtet, die ebenfalls mit einer Marienfigur, Kerzen und meist von den Kindern selbst gepflückten Garten- und Wiesenblumen geschmückt wurden. Vor allem das Abendgebet wurde dann an di8esem "Maialtärchen" gesprochen und ein Marienlied gesungen. (gedo)

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