Lesetipps für heiße Sommertage

Der Sommer ist da und veranlasst die meisten Menschen zur Flucht aus den eigenen vier Wänden - sei es auf den Balkon oder an den Strand. Einige Mitarbeiter des Medienforums im Bistum Essen geben daher Lesetipps für die freie Zeit.

Das Medienforum empfiehlt Literatur für Ferien und Urlaub

Der Sommer steht nicht mehr vor der Tür, sondern hat es sich bereits in den deutschen Wohnzimmern gemütlich gemacht. Die meisten Menschen wollen daher – ob in den Schulferien oder im wohlverdienten Urlaub – raus aus den eigenen vier Wänden. Um einem literarischen Fehlgriff in der freien Zeit vorzubeugen, stellen einige Mitarbeiter des Medienforums im Bistum Essen ihre Lieblingsbücher vor.

Vera Steinkamp, Leiterin des Medienforums, empfiehlt das Werk „Aufbruch“ von Ulla Hahn. „Es geht um ein einfaches Mädchen aus dem Rheinland, das seine katholische Sozialisation reflektiert“, erklärt die Diplom-Bibliothekarin. Den vorgegebenen Normen stehe die Sehnsucht nach einer geistigen Freiheit gegenüber. Mit seinen knapp 600 Seiten sei das Buch keine leichte Kost, entwickle aber eine unglaubliche Kraft. „Es ist eine Liebeserklärung an die Macht der Sprache und des Wortes“, so Steinkamp.

Wer sich für Psychologie und einen nicht ganz ernst gemeinten Lebensratgeber interessiere, dem sei Paul Watzlawicks „Anleitung zum Unglücklichsein“ ans Herz gelegt, so Sylvia Kijas. „Es ist ein wunderschönes und witzig geschriebenes Buch, dass beschreibt, wie Menschen in den verschiedenen Lebenslagen so ticken“, führt sie weiter aus. Es gehe um gesellschaftliche Normen, um Systeme, die nicht mehr funktionieren und um die Paradoxie der menschlichen Kommunikation. Und da der Mensch sich nicht sagen lasse, was er zu tun hat, zeige Watzlawik in seinem Ratgeber, wie man Dinge besser nicht macht.

„Er beschreibt Situationen, in der man sich als Leser wiederfinden kann“, sagt Jochen Brügger über Tommy Bayer, den Autor seiner literarischen Empfehlung. Dessen Werk „Fallers große Liebe“ sei eine flüssig geschriebene Erzählung über einen jungen Antiquar. Dessen Geschäfte laufen schleppend, bis der unergründliche Faller ihm eine wertvolle Bibliothek zum Kauf anbietet. Seine einzige Forderung: Der Antiquar soll Faller als Chauffeur auf einer Reise in dessen Jaguar begleiten. Eine Reise, die den Antiquar über sein Leben und die große Liebe nachdenken lässt.

Es sei eine nostalgische und melancholische Erzählung, sagt Ursula Lieverscheidt über Anna Gavaldas „Ein geschenkter Tag“. Ein schöner Frühlingstag irgendwo in Frankreich: „Die drei Geschwister Simon, Garance und Lola sind auf dem Weg zu einer Hochzeit, lassen die gediegene Familienfeier dann aber sausen“, erklärt Lieverscheidt. Stattdessen besuchen sie ihren Bruder Vincent, der auf einem Schloss in der Touraine lebt. Hier verbringen sie einen Tag fernab aller Alltagssorgen, dafür voller gemeinsamer Kindheitserinnerungen. „Nach der Lektüre des Buches möchte man sich selbst ins Auto setzen und in die Lavendelfelder fahren“, so Lieverscheidt.

Wer sich noch ein Buch für den bevorstehenden Urlaub ausleihen möchte, sollte sich allerdings beeilen. Das Medienforum schließt vom 26. Juli bis zum 16. August seine Pforten. (bod)

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