Kundgebung für verfolgte Christen

Mit einem Schweigemarsch durch die Essener Innenstadt am Freitag, 26. September, wollen die katholischen Christen im Bistum Essen auf die Situation der Christen im Nord-Irak aufmerksam machen. Der Marsch endet mit einem Friedensgebet mit dem Ruhrbischof im Essener Dom.



Bistum und Caritas rufen zur Solidaritätsaktion auf.

Mit einem Schweigemarsch durch die Essener Innenstadt am Freitag, 26. September, wollen die katholischen Christen im Bistum Essen auf die Situation der Christen im Nord-Irak aufmerksam machen. Der Marsch beginnt um 18 Uhr mit einer Kundgebung auf dem Hirschlandplatz und endet mit einem Friedensgebet gegen 19 Uhr im Essener Dom. Gleichzeitig wird Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck die Aktion „Bekennen.Beten.Spenden." eröffnen, die das Anliegen in den kommenden Monaten wachhalten soll. Organisiert wird das Ganze vom Ruhrbistum und dem Caritasverband für das Bistum Essen. Dieser sammelt weiter Spenden für die Flüchtlinge im Nahen Osten. Mit dem Geld werden Nahrungsmittel, Wasser und Kleidung gekauft.

„Mir ist es ein großes Anliegen, dass wir unseren verfolgten Glaubensgeschwistern beistehen, durch unser Gebet und durch unsere Spenden. Damit können wir als Christen ein deutliches Zeichen setzen“, ruft Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck zur Teilnahme auf. An Kundgebung und Schweigemarsch werden sich neben Vertretern von Bistum, Caritas und Stadtkirche auch die Evangelische Kirche und die Stadt Essen sowie Mitglieder der syrischen, assyrischen und chaldäischen Gemeinden beteiligen. Letztere hatten den Anstoß zur Initiative gegeben.

Doch es wird nicht bei einer Kundgebung bleiben. Mit der Aktion „Bekennen.Beten.Spenden.“ können sich Pfarreien, Gemeinden, Verbände, Schulen und Einrichtungen über die Situation im Nahen Osten informieren und aktiv helfen. Betroffene werden dabei von der Situation im Nordirak und in Syrien berichten. Ein Materialpaket mit Infos und Gebeten steht bereit. Nach dem Friedensgebet am Freitag werden darüber hinaus vier Ikonen der Heiligen Kosmas und Damian ausgesendet. Die Schutzpatrone der Stadt Essen waren im 3. Jahrhundert selbst verfolgte Christen in Syrien. Ihrer gedenkt die Katholische Kirche am 26. September, deswegen der Termin der Kundgebung. Die Ikonen werden in den kommenden Monaten durch das ganze Bistum reisen.

Bistum und Caritas begrüßen muslimische Solidaritäts-Aktion

Gleichzeitig begrüßen Bistum und Caritas die aktuelle Initiative in Deutschland lebender Muslime. Sie rufen am 19. September zur Solidaritäts-Aktionen mit verfolgten Christen auf. „Wir haben uns ein deutliches Signal gewünscht und das gibt es jetzt“, so Hans-Werner Thönnes, Bischofsvikar für die Caritas. „Wir freuen uns über die deutliche Absage an Hass und Gewalt.“ Denn immer noch sind im Norden des Irak und in Syrien Tausende auf der Flucht vor der Terrororganisation „Islamischer Staat“. Der nahende Winter spitzt die Lage für die Flüchtlinge dramatisch zu. Der Caritasverband für das Bistum versorgt Flüchtlinge über die Ortskirche mit dem Notwendigsten. Seit 2007 konnte die Caritas über 1,8 Millionen Euro Spenden in konkrete Hilfe umsetzen.

Spendenkonto:
Caritasverband für das Bistum Essen e.V. Stichwort: „Flüchtlinge Nordirak“
IBAN DE75 3606 0295 0000 0144 00
BIC GENODED1BBE
oder Konto 14400 bei der Bank im Bistum Essen, BLZ: 36060295

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