"Kommunikation von Kirche schneller vernetzen"

Um auch in Krisensituationen die kirchliche Position in die öffentlichen Debatten einbringen zu könnnen, sei es dringend notwendig, viele Schnittstellen zu optimieren und zu vernetzen. Auf diese Position einigte sich die "Arbeitsgemeinschaft der bischöflichen Pressesprecher" zum Abschluss ihrer Jahrestagung in Augsburg.

Pressesprecher: Geschwindigkeit erkennbar nicht ausreichend

Über Möglichkeiten einer stärkeren Vernetzung der Kommunikation von Diözesen, Orden, Caritas und Hilfswerken hat die "Arbeitsgemeinschaft der bischöflichen Pressesprecher" bei ihrer Jahrestagung 2013 in Augsburg diskutiert. "Gerade in Krisensituationen hängt der Erfolg von Kommunikation stark von der Reaktionsgeschwindigkeit ab. Hier gibt es in den komplexen Strukturen unserer Kirche zeitraubende Abstimmungsprozesse - viele Schnittstellen, die wir optimieren müssen, wenn wir unsere Positionen in aktuellen Debatten deutlich machen wollen", erklärte der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft, Ulrich Lota, Pressesprecher im Bistum Essen, zum Abschluss der Tagung in Augsburg. Eine Arbeitsgruppe der Pressesprecher werde Optimierungsmöglichkeiten aufzeigen und den Bischöfen vorlegen.

Lota verwies auf die gestiegene Eigendynamik der "Schlagzeilen- und Erregungsproduktion in den Medien". Wo Pressesprecher mit den Kommunikationsabteilungen nicht in die Strategien und Entscheidungen der Führungsebene einbezogen seien, müssten sie immer häufiger mit dem Feuerwehrauto hinter der rasanten Entwicklung herfahren und versuchen, die sich weiter ausbreitenden Brände zu löschen. Hier hat es nach Ansicht der "Arbeitsgemeinschaft der bischöflichen Pressesprecher" in einigen Bistümern bereits Verbesserungen gegeben, die jedoch - mit Blick auf die Geschwindigkeit der Veränderungen in den Medien - erkennbar nicht ausreichend seien. Erforderlich sei auch ein stärkeres medienpolitisches Engagement der Kirche im Interesse von Politik und Gesellschaft. Auch der Politik gelinge es oft nur noch dann von Medien wahrgenommen zu werden, wenn sie Skandalierbares liefere. Die wachsende Distanz von Politikern und Bürgern sowie der Einfluss der Medien mit ihren eigenen Aufmerksamkeits- und Selektionsmechanismen müssten stärker in den Blick genommen werden.

Im Jahr 1974 gründeten die Leiter der Bischöflichen Pressestellen in Deutschland in Mainz die „Arbeitsgemeinschaft der Bischöflichen Pressereferenten“. Im Mittelpunkt der regelmäßigen Treffen steht bis heute der Informations- und Erfahrungsaustausch. Neben den Pressesprechern der Diözesen und der Deutschen Bischofskonferenz gehören der Arbeitsgemeinschaft seit einigen Jahren auch die Leiterinnen und Leiter der Pressestellen des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), des Deutschen Caritasverbandes und der katholischen Hilfswerke an. (agps)

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