Koffer packen für "völlig andere Situation“

Nur noch wenige Tage, dann macht sich Philipp auf den Weg! Von Bochum-Wattenscheid geht es nach Managua, der Hauptstadt Nicaraguas - hier warten die Amigonianer auf seine Unterstützung bei ihrer Arbeit mit Straßenkindern.

Bistum Essen organisiert Freiwilligendienst in Nicaragua

Viel Zeit zum Nachdenken hat Philipp im Moment nicht. Jede Menge Abschiedsparties, Einkäufe und Packlisten lassen den 19jährigen Bochumer nicht wirklich zur Ruhe kommen. Bevor Philipp Heesen aber seinen Koffer für Nicaragua packt, geht es am Wochenende erst einmal noch zu Freunden nach Oldenburg – wieder einmal Adieu sagen. Am 5. August startet dann der Flieger: an Bord Philipp Heesen, der an dem Projekt „Seitenwechsel“ des Bistums Essen teilnimmt.

„Ich bin das erste Mal über einen so langen Zeitraum weg von meiner Familie und meinen Freunden“, so Philipp. Das sei schon ein merkwürdiges Gefühl. Außerdem habe er durchaus auch Respekt vor dem Land und der Aufgabe, die auf ihn in Managua, der Hauptstadt Nicaraguas, warte. Ein Jahr wird der „frisch gebackene Abiturient“ in einem Straßenkinder-Projekt der Amigonianer mitarbeiten. „Meine Aufgabe soll es sein, die Kinder in ihrer Freizeit und bei den Schulaufgaben zu betreuen. Möglicherweise werde ich auch mit den Patres die Kinder in der Stadt aufsuchen und einladen, zu uns zu kommen“, beschreibt er seine zukünftige Aufgabe.

Philipps Entscheidung, für ein Jahr ins Ausland zu gehen und sich dort sozial zu engagieren, ist in den vergangenen Jahren langsam gereift. „Bereits vor sechs Jahren ist mein Interesse an Lateinamerika geweckt worden. Und wann soll ich diese Region noch einmal so intensiv kennen lernen, wenn ich jetzt nach dem Abitur diese Chance nicht nutze!“ Arbeit mit Kindern und Jugendlichen macht dem jungen Mann auch in Bochum-Wattenscheid Spaß. Als Leiter ist er im Pfadfinder-Stamm Maximiliam Kolbe aktiv. Die Zusage des Amigonianer-Ordens hat ihn nicht zuletzt deshalb so gefreut, weil er auch in Nicaragua mit Kindern und Jugendlichen zusammensein kann. Auch wenn er genau weiß, dass die Arbeit dort eine andere sein wird, als eine wöchentliche Gruppenstunde. „Es ist ein völlig andere Situation!“ In den vergangenen Wochen hat sich der 19jährige langsam auf die „völlig andere Situation“ eingestimmt. „Ich habe Kontakt mit Kathi aufgenommen. Sie ist sozusagen meine Vorgängerin in Managua“, erzählt Philipp. Kathi hat Fotos geschickt und ein paar Infos zu Kindern, Patres und dem Projekt.


In einem Wäschekorb hat Philipp einige Utensilien gesammelt, die unter gar keinen Umständen in Bochum-Wattenscheid bleiben dürfen: eine Reiseapotheke mit fast allem vom Pflaster über Nasenspray bis hin zum Malariamittel („sicher ist sicher“), ein Mückennetz, das Lieblingsdeo und Parfüm sowie ein Adapter. Außerdem werden noch Fotos der Familie und Freunde sowie der MP3-Player mit im Gepäck sein. „Ich habe mir auch noch ein Net-Book und eine neue Digitalkamera zugelegt. So kann ich E-Mails und Fotos schicken“, so Philipp.

„Ich freue mich auf die Reise, auf das Kennenlernen einer anderen Kultur und auf die wunderschönen Landschaften! Ich werde ein Jahr lang etwas ganz anderes machen als ich bisher gemacht habe. Und wenn ich zurückkomme, weiß ich möglicherweise genauer was ich später einmal machen möchte“, schildert Philipp seine ganz persönlichen Erwartungen an den Auslandaufenthalt. Im Moment sei er sich eben noch nicht sicher: Bootsbau, Architektur oder vielleicht doch Ingenieurwesen. (dr)

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