Könige zwischen Kanzleramt und Kneipen-Karawane

Heute bei der Bundeskanzlerin, gestern bei Bischof und Landesregierung - Sternsinger aus dem Ruhrbistum singen für die gute Sache. Und am kommenden Wochenende brechen kostümierte Könige in Altena noch zu einer Kneipen-Karawane auf, Kamel inklusive.

Ob in Berlin, Düsseldorf, Essen oder Altena –
Sternsinger aus dem Ruhrbistum singen für die gute Sache

Sie hat Staatsbesuche und Regierungsgespräche abgesagt, aber den Empfang der Sternsingerinnen und Sternsinger wollte sich die Bundeskanzlerin am Dienstag trotz ihrer Verletzung nach einem Skiunfall nicht nehmen lassen. Nachdem die Kinder und Jugendlichen zunächst von Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) begrüßt worden waren und vor ihm und einer rekordverdächtig großen Journalistenschar ihre ersten Lieder sangen, kam auch Angela Merkel (CDU) auf Krücken ins Foyer des Kanzleramts. „Ihr bringt Segen und ihr seid ein Segen für die Welt“, sagte sie den Jungen und Mädchen, die in fantasievollen Kostümen mit Sternen und ihren Sammeldosen nach Berlin gekommen waren. Klar, dass die Sternsinger der Kanzlerin in diesen Jahr nicht nur ihren Haussegen ins Kanzleramt brachten, sondern auch die besten Genesungswünsche. Merkel bedankte sich - und bedachte die Sternsinger mit einer Spende für die zahlreichen Hilfsprojekte der Aktion, die in diesem Jahr zum 56. Mal veranstaltet wurde. Dank des Engagements der Kinder und Jugendlichen in Deutschland können rund um den Globus mehr als 2000 Hilfsprojekte für Kinder in Not unterstützt werden.

Als Vertreter des Bistums Essen war eine Gruppe aus der Bochum-Wattenscheider Gemeinde St. Maria Magdalena (Pfarrei St. Gertrud von Brabant) im Kanzleramt. „Das war ein ganz toller Tag“, sagte Betreuerin Ursula Proyer am Nachmittag. „Natürlich war es schade, dass Frau Merkel, nicht so lange bleiben konnte. Trotzdem war es für uns alle ein Erlebnis, von dem wir sicher noch sehr lange zehren werden.“ Fürs Erinnerungsfoto standen schließlich Kanzleramtsminister Altmaier und Staatsminister Helge Braun bereit.

Ihre frohe Botschaft von der Weihnachtsfreude und ihre Bitte um Spenden zum Beispiel für Flüchtlingskinder im afrikanischen Malawi hatten bereits am Montag Sternsinger aus Mülheim der Landesregierung in Düsseldorf überbracht. Stellvertretend für Ministerpräsidentin Hannelore Kraft empfing Wissenschaftsministerin Svenja Schulze (SPD) Kinder und Jugendliche aus den Gemeinden Christ König (Pfarrgemeinde St. Barbara) und Herz Jesu (Pfarrgemeinde St. Maria Himmelfahrt). „Euer Engagement für Gleichaltrige in anderen Teilen der Welt ist vorbildlich und für die Politik ein Ansporn, es euch nachzutun“, sagte Schulze in der NRW-Staatskanzlei beim Empfang von Sternsingern aus allen fünf Bistümern in Nordrhein-Westfalen. „Ihr zeigt uns, wie wichtig es ist, sich gemeinsam für die Rechte von Kindern und Jugendlichen stark zu machen. Dazu zählt weltweit ganz besonders das Recht auf Bildung.“ Anschließend wurden die Jungen und Mädchen von Staatssekretär Bernd Neuendorf (SPD) auch noch im Jugendministerium empfangen.

Seit der großen Aussendungsfeier am 30. Dezember im Kölner Dom waren auch zwischen Rhein, Ruhr und dem Märkischen Sauerland wieder Tausende Mädchen und Jungen als Sternsinger in den Häusern und Wohnungen des Ruhrbistums unterwegs. Auch bei Bischof Overbeck am Essener Burgplatz sang ein Gruppe das Lied der Heiligen Drei Könige „Ich danke allen Sternsingerinnen und Sternsingern, die in diesen Tagen Gottes Segen zu den Menschen bringen“, sagte Overbeck. Die Jugendlichen selbst waren vor allem froh über das gute Wetter in diesen Tagen, während in den vergangenen Jahren oft Schnee, Eis und Regen die Aktion erschwert hatte. Wie viel ihr Engagement an Spenden für notleidende Kinder in aller Welt erbracht hat, muss jetzt erst einmal gezählt werden. Eine abschließende, bistumsweite Bilanz wird – wie immer – erst in einigen Monaten vorliegen.

Zudem ist das Sternsingen mancherorts auch noch nicht zu Ende: Am kommenden Wochenende werden Jugendlichen in Altena als Sternsinger durch die Gaststätten der Innenstadt ziehen, Lieder singen und Spenden sammeln. Ein besonderer Hingucker dürfte dabei das kostümierte Kamel sein, das die Heiligen Drei Könige stilecht auf ihrer Kneipen-Karawane begleitet. (tr)

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