Kirchenbänke für Burkina Faso

Nach acht Jahren vergeblichen Bemühens gibt es nun auch eine Lösung für die Kirchenbänke von St. Theresia: Ein Redemptoristen-Pater möchte sie nach Westafrika transportieren lassen.

"Das ist für mich göttliche Fügung."

Die Gelsenkirchener St. Theresia-Kirche wird zur Flüchlingsunterkunft umgebaut. Damit zieht nicht nur wieder Leben in das seit acht Jahren leer stehende Gotteshaus ein - wie aus dem Nichts hat sich für die Gemeinde nun auch eine Möglichkeit ergeben, die Kirchenbänke sinnvoll loszuwerden, gerade jetzt, wo sie Platz für die Flüchtlinge machen müssen.

Pater Nicolas Ayouba, Ordensoberer der Redemptoristen in Westafrika, war auf dem Weg von Rom nach Paris bei einem privaten Zwischenstopp in Gelsenkirchen zu Gast, als er von den Umbau-Plänen für St. Theresia hörte. Kurzerhand besuchte er die Kirche – und bot der Gemeinde an, alle Bänke zu übernehmen. „Pater Ayouba plant eine neue Kirche in Burkina Faso“, berichtet Hermann Spickermann, Gemeindereferent in St. Theresia, „dafür möchte er unsere Bänke haben“.

Derzeit kalkuliert ein Logistik-Unternehmen den Transport, doch bislang sind alle Beteiligten optimistisch, dass sich der Aufwand lohnt. Bis dahin lagern die Bänke auf einem städtischen Betriebs- und einem Friedhof. „Das ist doch verrückt“, staunt Spickermann immer noch. „Da suchen wir acht Jahre nach einer Lösung – und jetzt, wo wir die Bänke wirklich nicht mehr gebrauchen können, ist sie plötzlich da.“ Wobei, verrückt sei nicht das richtige Wort, sagt der Gemeindereferent. „Das ist für mich schon göttliche Fügung.“ (tr)

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