Kirchenasyl: Beide Kirchen contra Innenminister

Bundesinnenminister de Maizière lehnt Kirchenasyl prinzipiell ab. Bischof Overbeck und Präses Rekowski verteidigen diese Form der Hilfe für Flüchtlinge als Ultima Ratio, wenn eine Abschiebung mit Gefahr für Leib und Leben verbunden wäre.

Seit über 30 Jahren wird in Deutschland Kirchenasyl praktiziert und dadurch Geflüchteten in kirchlichen Räumen Schutz gewährt. Es ist Ultima Ratio, wenn die Abschiebung in menschenrechtsverletzende Verhältnisse droht oder wenn Leib und Leben im Falle einer Abschiebung gefährdet sind.

Seit Ende Januar 2015 gibt es heftige Diskussion um eine Verschärfung des Kirchenasyls. Zukünftig will das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge in sogenannten Dublin-Fällen Kirchenasyl als “flüchtig” bewerten, wodurch sich die Überstellungsfrist von zunächst sechs auf achtzehn Monate verlängern würde. Zudem hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière in mehrfach betont, dass er Kirchasyl "prinzipiell und fundamental" ablehne.

Die Kirchen und die Ökumensiche Bundesarbeitsgemenischaft (BAG) Asyl in der Kirche kritisieren diese neue Bewertung durch den Innnenminister und die neue Handhabung durch das Bundesamt deutlich.

Artikel der WAZ mit der Reaktion von Bischof Overbeck und Präses Rekowski

Stellungnahme der Bundesarbeitsgemeinschaft Asyl in der Kirche

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