Keine Spaltung der Gesellschaft!

„Soziale Politik stärkt Kommunen“ heißt der Titel eines Positionspapiers der Caritas in NRW, mit dem sich der Wohlfahrtsverband ganz bewusst in den Kommunalwahlkampf einmischt und vor einer Spaltung der Gesellschaft warnt. Foto: Deutscher Caritasverband

Caritas in NRW mischt sich in den Kommunalwahlkampf ein
 
Mit sozialpolitischen Forderungen mischt sich die Caritas in Nordrhein-Westfalen in den Kommunalwahlkampf ein. „Eine sozial gerechte Kommunalpolitik muss sich leiten lassen von der Zielsetzung, im lokalen Umfeld allen Menschen Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen“, sagte der der Sprecher der nordrhein-westfälischen Diözesan-Caritasdirektoren, Heinz-Josef Kessmann, in Düsseldorf. Die Caritas setze sich für mehr Teilhabe der Menschen ein, die von sozialer Ausgrenzung und Benachteiligung bedroht sind.

Kessmann warnte vor einer Spaltung der Gesellschaft, wenn einzelne Personen oder ganze Gruppen dauerhaft von den materiellen, kulturellen und sozialen Möglichkeiten ausgeschlossen würden. Die Kandidaten für die Stadt- und Gemeinderäte müssten sich vor der Wahl fragen lassen, wie sie mit einer sozial gerechten Kommunalpolitik Menschen in die Lage versetzen wollten, aktiv am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben.

Der Zugang zu den materiellen, kulturellen und sozialen Möglichkeiten der Gesellschaft müsse allen Bürgerinnen und Bürgern gleichberechtigt zur Verfügung stehen. „Als Caritas wissen wir, dass Nordrhein-Westfalen von diesem Ziel noch weit entfernt ist“, so Kessmann, der Diözesan-Caritasdirektor in der Diözese Münster ist. Im Kommunalwahlkampf lasse sich gut überprüfen, wie die Parteien in den Landkreisen, Städten und Dörfern Kinder und Familien stärken und unterstützen wollten. Bislang sei ihr Stellenwert in den einzelnen Kommunen sehr unterschiedlich. Das Positionspapier der Caritas in NRW trage ganz bewusst den Titel „Soziale Politik stärkt Kommunen“.

Die Caritas veröffentlicht darin konkrete Forderungen: Bildung für alle Kinder, Teilhabe bei Krankheit und im Alter, Teilhabe für Ausgegrenzte und Benachteiligte, Förderung von Solidarität und bürgerschaftlichem Engagement. Bis zur Wahl am 30. August will sie die sozialen Themen auf verschiedenen Veranstaltungen immer wieder zur Sprache bringen.

Hinweis: Die sozialpolitischen Forderungen der Caritas in NRW sind unter www.caritas-nrw.de verröffentlicht. (cde/do)

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