von Thomas Rünker

Kattowitzer Jugendliche werben für den Weltjugendtag

Teenager aus dem Essener Partnerbistum besuchen in dieser Woche das Ruhrgebiet. Neben dem Besuch von Jugendkirchen und anderen Einrichtungen für Jugendliche im Ruhrbistum steht vor allem der im Sommer anstehende Weltjugendtag im Fokus der Reise.

Auch Jugendkirchen stehen auf dem Besuchsprogramm

Zu Besuch in ihrem Partnerbistum Essen sind derzeit 26 Jugendliche aus der polnischen Erzdiözese Kattowitz. Noch bis Ende der Woche erkunden die 14 bis 35 Jahre alten Jugendlichen die Rhein-Ruhr-Region und werben für den Weltjugendtag, zu dem im Sommer mehr als zwei Millionen Jugendliche und Papst Franziskus in Südpolen erwartet werden. Neben einer Besichtigung des Essener Doms stehen auch Besuche in mehreren Jugendkirchen des Ruhrbistums auf dem Programm. So war die Gruppe bereits am Montag in GleisX in Gelsenkirchen zu Gast, bevor am Mittwochnachmittag die Essener Jugendkirche Crossroads und am Freitag Tabgha in Oberhausen auf dem Programm stehen. Kirchen, die sich mit ihrem Angebot speziell an Jugendliche und junge Erwachsene richten, „sind eine neue Erfahrung für uns, so etwas gibt es bei uns nicht“, sagt Pater Marcin Wierzbicki. Der Kattowitzer Diözesanjugendseelsorger begleitet die Jugendgruppe. Seit 1993 verbindet die Bistümer von Essen und Kattowitz eine offizielle Partnerschaft. In der Erzdiözese Kattowitz stehe im Mittelpunkt, dass die katholischen Jugendlichen in den Kirchengemeinden verwurzelt bleiben und dort ihre Treffpunkte hätten. „Aber wir machen uns auch Gedanken über innovative Angebot“, erläutert Pater Marcin das große Interesse an den Essener Jugendangeboten. Gefördert wird der Besuch der polnischen Jugendlichen mit Mitteln der Jugendstiftung des Bistums Essen sowie des Deutsch-Polnischen Jugendwerks (DPJW).

Die Teilnehmer in der Kattowitzer Gruppe sind schon nach wenigen Tagen von Essen und dem Ruhrgebiet begeistert. „Es ist toll, wie offen ihr hier seid“, lobt Tomasz Klich. Und Kinga Ludwiczak wird sich wohl noch länger an das Abendessen in einem türkischen Restaurant nach dem Besuch von GleisX in der Gelsenkirchener Neustadt erinnern: „Zuhause bekommen wir nicht solche gigantischen Fleischberge auf den Teller“, schmunzelt die junge Frau.

Daheim in Kattowitz sind die beiden derzeit intensiv in die Vorbereitung des Weltjugendtags-Programms eingespannt. Wie 2005 im Ruhrgebiet – vor dem Weltjugendtag in Köln – gibt es auch im Sommer in Kattowitz „Tage der Begegnung“, bevor sich anschließend alle Pilger zum eigentlichen Weltjugendtag in Krakau treffen. Allein das Erzbistum Kattowitz erwarte zu diesem Vorprogramm rund 20.000 Jugendliche aus aller Welt, berichtet Klich. „In unserem Koordinations-Zentrum teilen wir diese Gruppen dann auf die einzelnen Dekanate und Gemeinden zu“, erläutert Ludwiczak die Arbeit, die beide neben ihren regulären Jobs ausschließlich ehrenamtlich ausüben. „Wir werben in unseren Gemeinden dafür, dass jede Familie einen Pilger aufnimmt“, erläutert Klich das Konzept, das nicht nur die Gäste unterbringen, sondern auch die Gemeinschaft in den polnischen Gemeinden stärken soll. „Wir möchten mit den Pilgern unseren Glauben teilen – und natürlich auch von ihnen lernen.“

Auch die Essener Jugendlichen, die im Sommer zum Weltjugendtag fahren, werden zunächst nach Kattowitz fahren. Anschließend machen sich dann Gäste und Polen gemeinsam auf den Weg nach Krakau. „Wir freuen uns darauf, in Kattowitz alles organisieren zu dürfen und Gastgeber zu sein – aber auch darauf, anschließen das Fest in Krakau nur noch als Teilnehmer zu erleben“, sagt Ludwiczak mit Blick auf die anstrengende Vorbereitung. Für die Fahrt zum Weltjugendtag hat das Bistum Essen übrigens noch Plätze frei. Alle Infos gibt es hier.


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