Katholische Jugend: Einsatz für den Nikolaus

Mit Plakaten, Info-Mobil, Liedern, Geschichten, Spielen und einem Heiligen aus fair gehandelter Schokolade macht der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) mobil für den Heiligen Nikolaus von Myra und zeigt dem "Weihnachtsmann" die "rote Karte".

Katholische Jugend macht mobil für christliche Werte

Plakate und Web-Banner, ein Info-Mobil, Lieder, Geschichten, Spiele und ein Heiliger aus fair gehandelter Schokolade: Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) macht knapp zwei Wochen vor dessen Gedenktag (6. Dezember) mobil für den Heiligen Nikolaus von Myra.

„Mit verschiedenen Aktionen machen wir bundesweit auf den Unterschied zwischen der Kommerz-Figur des Weihnachtsmanns und dem Heiligen Nikolaus aufmerksam. Denn der trägt das original christliche Güte-Siegel“, so BDKJ-Bundespräses Pfarrer Simon Rapp. „Und er hat uns und unserer entchristlichten Konsum-Gesellschaft viel zu sagen.“
Dass der Weihnachtsmann den Nikolaus als Symbolfigur für die Advents- und Weihnachtszeit mehr und mehr ersetzt, sei nur das vordergründige Problem. „Christliche Vorbilder verlieren zunehmend an Bedeutung. Damit verblassen auch christliche Tugenden wie soziales Handeln oder Mitmenschlichkeit. Der Heilige Nikolaus ist eine wichtige Identifikationsfigur. Er steht für ein selbstloses und zweckfreies Schenken und für ein faires Miteinander“, so Rapp. Der Legende nach hat Bischof Nikolaus Ende des 3. Jahrhunderts in der heutigen Türkei Frauen durch Geldgeschenke vor dem Verkauf bewahrt und eine drohende Hungersnot seiner Gemeinde abgewendet.


Die Wiederbelebung des Nikolaus


Mit verschiedenen Initiativen will der BDKJ die christlichen Werte, die mit dem Nikolaus verbunden sind, in den Vordergrund stellen. Mehr als 4.000 leckere und fair gehandelte Schokoladennikoläuse hat die Jugendstiftung des BDKJ im Bistum Essen gepackt und unter  dem Motto „Sei du selbst der Echte“ unter die Leute gebracht. Prominenteste Bestellerin ist Schulministerin Sylvia Löhrmann, die die 500 Mitarbeiter ihres Ministeriums ebenfalls mit den Nikoläusen der BDKJ-Jugendstiftung „hilfreich, edel & gut“ beschenken wird. Da die fair produzierte Schokolade Kinderarbeit in der Einen Welt verhindert und der Erlös der Aktion Kindern und Jugendlichen hier vor Ort zugute kommt, wird man selbst zum echten Nikolaus von Myra“, so BDKJ-Diözesanseelsorger Andreas Strüder. Dieser habe bereits im 4. Jahrhundert Kinder und Jugendliche beschenkt.

Ein Bündnis von Privatpersonen, Verbänden und dem Bonifatiuswerk der Deutschen Katholiken schickt unter anderem ein Nikolausmobil auf eine Tour zu 25 Stationen in NRW und Mitteldeutschland. In Kindergärten, Schulen und auf öffentlichen Plätzen werben sie dabei für den Nikolaus.

Den Anstoß zur Nikolaus-Kampagne gab das Bonifatiuswerk mit seiner bereits 2002 gestarteten Kampagne „Weihnachtsmannfreie Zone“, die der BDKJ ebenfalls mit trägt.


30.000 Nikoläuse für kritischen Konsum

Mit ihrem Engagement setzen die katholischen Jugendverbände auch ein Zeichen für einen bewussten Konsum im Advent. BDKJ und Evangelische Jugend in Nordrhein-Westfalen verteilen gemeinsam am 7. Dezember im Landtag faire Nikoläuse an die Parlamentarier. „Die Adventszeit ist eine Zeit der Besinnung und Umkehr – nicht nur eine Zeit für Weihnachtsmärkte und Einkaufsstress. Mit unseren Schoko-Nikoläusen aus Fairem Handel vermitteln wir, dass wir mit unserer Kaufentscheidung auch darüber entscheiden, ob Menschen oder Umwelt unter der Herstellung von Produkte leiden“, so Rapp.

Der BDKJ ist Dachverband von 17 katholischen Jugendverbänden und -organisationen mit rund 660.000 Mitgliedern. Er vertritt die Interessen von Kindern, Jugendlichen sowie jungen Erwachsenen in Politik, Kirche und Gesellschaft. (mk/do)

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