Katholiken und Protestanten in Essen: Nein zu HoGeSa

In einer von Stadtdechant Dr. Jürgen Cleve und Superintendentin Marion Greve gemeinsam unterzeichneten Erklärung haben sich Katholische und Evangelische Kirche von der geplanten Demonstration von Hooligans gegen Salafismus distanziert.

Die Katholische und die Evangelische Stadtkirche sagen ein deutliches Nein zur Isamfeindlichkeit und zur geplanten Demonstration von Hooligans gegen Salafismus (HoGeSa) in Essen. Sie regen an, im Sonntagsgottesdienst für Frieden, Freiheit und Gewaltlosigkeit zu beten. "Wer so betet", so in der Eklärung, "verpflichtet sich selbst, diese Bitte im persönlichen Alltag und im gesellschaftlichen Engagement ganz konret umzusetzen."

Die Kirchen weisen darauf hin, dass sie seit vielen Jahren im Bereich der Flüchtlingshilfe engagiert sind. "Wir sorgen uns um Menschen, die alles verloren haben und deren Rückkehr in die Heimat nicht oder nur schwer möglich ist." Die Flüchtlinge würden ihren Glauben und ihre Religion mitbringen und darin oft den einzigen Halt in der Fremde finden. In diesem Sinne gehöre der Islam wie alle anderen Religionen zu unserer Gesellschaft.

Kritisch hinterfragt wird in der Erklärung auch die Rede von der sogenannten "Islamisierung". Hier gelte es zu differenzieren, "wie dies auch die muslimischen Gemeinden tun, die seit Jahrzehnten hier in unserer Stadt friedlich leben und Fundamentalismus und Extremismus ausdrücklich ablehnen".

Die Erklärung im Wortlaut finden Sie hier.

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