„Jung – arm – und schon am Ende?!“

Durch eine WDR-Dokumentation wurde die Bochumer Fröbelschule als "Die Hartz IV-Schule" bekannt. Christian Graffweg, Schulleiter der Fröbelschule, ist neben Amigonianer-Pater Anno Müller im Bochumer "maGma" als Referent zu Gast, wenn es heißt: „Bochum Dritter Klasse - Leben in der Unterschicht".


Diskussionsveranstaltung in Bochumer „maGma“

„Die Zukunft liegt noch vor ihnen.“ Doch diese sieht für viele von ihnen nicht gerade rosig aus. Christian Graffweg, Leiter der Fröbelschule, Bochums einziger Förderschule mit dem Schwerpunkt Lernen, sowie Bruder Anno Müller vom Orden der Amigonianer, der in Gelsenkirchen einen offenen Jugendtreff anbietet, sind am Mittwoch, 9. Juni, um 19.30 Uhr als Gesprächspartner zu Gast im Begegnungszentrum maGma in Bochum-Wattenscheid, Vincenzstraße.

Im Rahmen der Veranstaltung „Manege frei! Kirche auf dem Drahtseil“ steht an diesem Abend das Thema „Bochum Dritter Klasse – Leben in der Unterschicht“ im Mittlepunkt der Diskussion. Die Gespärchspartner sowie die Gäste sind eingeladen die These „Jung – arm – und schon am Ende?!“ zu diskutieren. So werden Christian Graffweg, dessen Schule durch die WDR-Dokumentation „Die Hartz IV-Schule“ weit über die Stadtgrenzen Bochums bekannt wurde, und Bruder Anno aufzeigen, dass viele ihrer „Schützlinge“ zwar arm sind, aber deswegen noch lange nicht am Ende. Außerdem geht es an diesem Abend auch um die Frage der sozialen Glaubwürdigkeit: Wo und wie ist die gesellschaftspolitische Verantwortung und das Engagement als Christen, als Kirchengemeinde und Caritas gefragt und herausgefordert?

Dieser Abend ist Teil einer Veranstaltungsreihe, die ein Gemeinschaftsprojekt der Gemeinden St. Maria Magdalena und St. Marien in Bochum-Wattenscheid-Höntrop sowie des Katholischen Forums Bochum ist. Mehrmals im Jahr öffnet das Begegnungszentrum maGma an der Vincenzstraße  bereits seit 2007 seine Toren und es gilt: „Manege frei! Kirche auf dem Drahtseil“. „Dann laden wir zur Diskussion ein. Im Mittelpunkt stehen stets Themen, die in der Gesellschaft kontrovers diskutiert werden,“ so Nicole Alef, die im Vorbereitungsteam mitarbeitet. Gut acht Frauen und Männer aus den zwei Wattenscheider Gemeinden und dem Katholischen Forum Bochum bilden das Vorbereitungsteam. Sie lassen sich immer wieder neue Themen und Fragestellungen einfallen. „Bei uns ging es schon um Themen wie Kirche in der Karikatur, Hirnforschung, Sterbebegleitung, Verhältnis von Juden und Christen, außerdem hatten wir schon ein Improvisationstheater sowie Kabarettisten zu Gast“, erzählt Stadtdechant Dietmar Schmidt, der als Pastor der Gemeinde St. Maria Magdalena, auch zum Vorbereitungsteam gehört. Den Veranstaltern geht es darum, zur Diskussion einzuladen und das nicht nur innerkirchlich. „Wir versuchen mit unterschiedlichen Themen die verschiedenen Gruppen in der Gesellschaft anzusprechen und einzuladen, Binnendiskussionen sind nicht unser Ziel!“

Dass das Team mit seinem Konzept der Veranstaltungsreihe richtig liegt, zeigen die stabilen Teilnehmerzahlen. „Es kommen immer um die 60 bis 80 Personen und wir hatten auch schon 200 Personen“, so Norbert Lepping. „Wir scheinen die richtigen Themen auszuwählen und in der Pause warten auf die Gäste auch immer ‚lecker Bütterkes an Pils‘“, verrät Lepping das mögliche Geheimrezept einer seit drei Jahren währenden Disskusionsveranstaltung. Der Eintritt zu den Veranstaltungen ist frei, das Team freut sich über Spenden, die das Projekt tragen.(dr)

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