Josefstag lenkt Blick auf benachteiligte Jugendliche

„Jugend braucht Perspektive“ lautete in diesem Jahr das Motto des 5. „Josefstages“. Ebenfalls zum fünften Mal dabei war auch die Jugendberufshilfeeinrichtung „Boje“.


„Jugend braucht Perspektive“ lautete in diesem Jahr das Motto des bundesweit begangenen 5. „Josefstages“. Ebenfalls zum fünften Mal war auch die Jugendberufshilfeeinrichtung „Boje“ der Katholischen Jugendsozialarbeit Essen an der Aktion beteiligt. Am Freitag, 18. März, trafen Vertreter aus Kirche, Politik, Wirtschaft und Schule bei einem „Kennenlern-Frühstück“ auf die Jugendlichen, um gemeinsam Zukunftsperspektiven zu entwickeln.

Gäste waren unter anderen der Pastoraldezernent des Bistums Essen, Dr. Michael Dörnemann, und Peter Renzel, Dezernent für Jugend, Bildung und Soziales der Stadt Essen. Sie erfuhren bei ihrem Besuch nicht nur mehr über die erfolgreiche Arbeit der Boje und die Bedeutung kirchlichen Engagements in der Jugendberufshilfe. In Partnerinterviews mit den Jugendlichen und Mitarbeitern der Boje lernten sie auch ganz konkret die Lebenssituation benachteiligter junger Menschen kennen.

Im Laufe der Gespräche entwickelten die Jugendlichen zusammen mit den Gästen Perspektiven für die Zukunft, welche auf Wunschkarten festgehalten wurden. An einer vorbereiteten Plakatwand – unmittelbar gegenüber der Boje an der Theodor-Hartz-Straße – wurden die Karten mit den Anliegen ausgehängt. Diese gemeinsame Aktion soll ein Zeichen setzen gegen die Benachteiligung und Ausgrenzung von Jugendlichen, die weder Arbeit noch Ausbildung haben.

Marion Stock, Leiterin der Boje, wertet den Tag als „vollen Erfolg“. „Von Beginn an herrschte eine offene Atmosphäre von allen Seiten“, resümiert sie. Seit dem ersten Josefstag sei die Boje mit dabei gewesen, weshalb die Aktion für die Einrichtung einen hohen Stellenwert einnehme. Fernab von einer Konferenzatmosphäre sei beim Josefstag 2011 frei über die Sorgen und Nöte der jungen Menschen wie auch der Einrichtung selbst gesprochen worden. Die Intention der Arbeit in der Boje sei dabei zum Ausdruck gekommen: „Es geht uns hier nicht um irgendwelche Quoten, sondern einzig um die jungen Menschen selbst“, so Stock.

Auch Gast Peter Renzel von der Stadt Essen zeigte sich begeistert von der Aktion: „Es war ein toller Vormittag für mich, der mir gezeigt hat, wie wichtig solche Kennenlerntage sind.“ Die jungen Menschen hätten ihn beeindruckt, da sie nicht aufgäben, sondern nach vorne schauen würden. „Macht weiter so. Die Wirtschaft und Unternehmen in Essen brauchen euch“, ermutigte Renzel die Jugendlichen abschließend. (tmg)

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