Irakischer Flüchtlings-Bischof zur Gast in Essen

Der irakische Bischof Amel Shimon Nona ist, wie seine christlichen Brüder und Schwestern, derzeit auf der Flucht vor den radikal-islamischen IS-Kämpfer. In dieser Woche ist er zu Gast in Essen und berichtet über die Situation der chaldäischen Christen.

Chaldäischer Erzbischof Nona berichtet über Situation im Nordirak

Amel Shimon Nona ist ein Bischof ohne Bistum. Ein Hirte, dessen Herde weit verstreut ist. Denn seit die radikal-islamischen IS-Kämpfer die Heimat des chaldäischen Erzbischofs von Mossul angriffen, ist der 46-Jährige – wie seine christlichen Brüder und Schwestern - ein Flüchtling. Nun ist er zu Gast im Ruhrbistum.

Auf Einladung des Caritasverbandes für das Bistum Essen ist er von Montag, 25. August bis Donnerstag, 28. August in Deutschland und berichtet in Essen und Berlin über die Situation der Christen im Irak.

Es sind schwierige Zeiten für den Gottesmann. 2009 ermordeten radikale Islamisten seinen Vorgänger, seit 2011 leitet Bischof Nona das Bistum Mossul. Nona sorgt sich seit Monaten um das Leben seiner rund 12.000 chaldäischen Christen. Die meisten von ihnen leben über den Nordirak verstreut in kirchlichen Gebäuden oder im Freien, in Parks, in Rohbauten.

Seit vier Jahren ist Bischof Nona Partner der Essener Caritas für Hilfsprojekte im Irak. Die Caritas im Ruhrbistum ist dort seit 2007 im Einsatz. "Seitdem konnten wir mit über 1,7 Millionen Euro Spendengeldern Hilfsgüter wie Babynahrung, Medikamente, Winterkleidung oder Nahrungsmittel verteilen", so Rudi Löffelsend, Koordinator für die Hilfen der Caritas im Irak.

Am Mittwoch, 27. August 2014 besteht ab 18.00 Uhr beim NRZ-Leserforum im NRZ-Haus, Sachenstr. 30, die Möglichkeit, Bischof Nona zu treffen. Anmeldungen hierzu bitte an j.jessen@nrz.de (dicv, ja)

Die Caritas bittet weiter um Spenden:
Empfänger: Caritasverband für das Bistum Essen e.V.
Stichwort: „Flüchtlinge Nordirak“,
IBAN DE75 3606 0295 0000 0144 00
BIC GENODED1BBE
oder Konto 14400 bei der Bank im Bistum Essen, BLZ: 36060295

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