„In mir steckt ein Christ“ - In Dir auch?

Erkennt man Christen im Alltag? Braucht es ein Erkennungzeichen? Diesen Fragen gingen 17 Jugendliche und junge Erwachsene in der Essener Innenstadt nach. Mit der Aktion "Wo sind die Christen" machten die jungen Christinnen und Christen schnell auf sich aufmerksam.

Gemeinsame Aktion von „Ruhrfisch“ und „Gleisarbeiten“ in der Essener City

Samstagmorgen. Elf Uhr. Geschäftiges Treiben in den Einkaufsstraßen der Essener City. Eigentlich alles wie gewohnt. Doch neben einigen Passanten mit Trikots der deutschen Nationalmannschaft fällt vor allem eine Gruppe junger Menschen mit grünen T-Shirts aus der Masse der morgendlichen Einkäufer heraus. „In mir steckt ein Christ“ prangt es in großen Lettern auf der Brust der Jugendlichen. Eines ist schnell klar, Wahlwerbung für eine bundesdeutsche Partei macht die Gruppe an diesem Morgen nicht. „Wir wollen uns unter den Menschen auf der Straße mischen, zeigen, dass in uns steckt ein Christ und über das Christsein ins Gespräch kommen“, erklärt Stefanie Gruner, Jugendreferentin an der im Aufbau befindlichen Jugendkirche „Gleisarbeiten“ in Gelsenkirchen. „Wir haben uns gefragt, woran erkennt man uns eigentlich als Christ im Alltag“, schildert Benjamin Hoffmann, Verantwortlicher für das Jugendprojekt „Ruhrfisch“, die Idee der Aktion.

Gemeinsam mit Gruner hatte Hoffmann Jugendliche und junge Erwachsene über das Internet zu dieser Aktion aufgerufen. Vom Ministranten über die Ordensschwester bis hin zu einem Kaplan – insgesamt 17 junge Christinnen und Christen sind dem Aufruf gefolgt. In kleinen Gruppen mischten sie sich unter die Menschen in der Essener Innenstadt. Viele neugierige Blicke machten schon nach kurzer Zeit deutlich, dass die grünen T-Shirts ihre Aufgabe voll und ganz erfüllten. Unterstützt von dieser Aufmerksamkeit kommen die Jugendlichen schnell mit Passanten ins Gespräch. So auch mit Luzie, die vor einem Shop für Kleidung im Stile der fünfziger Jahre die Sonne genießt. Ein wenig überrascht ist die junge Frau schon, als Schwester Kerstin-Marie Berretz sie anspricht. Doch schnell finden Luzie und ihre Kolleginnen Interesse an der Aktion. „Jeder Mensch sollte zu seiner Überzeugung stehen und diese auch nach außen zeigen dürfen“, sieht Luzie Parallelen zwischen Ihrem Outfit und der Aktion der Jugendlichen. Wichtig sei jedoch, dass hierbei andere Überzeugungen nicht angegriffen würden, so die junge Frau weiter. An andere Stelle wurden die Jugendlichen mit der Frage konfrontiert, ob es nötig sei, mit einem Kleidungsstück darauf aufmerksam zu machen, dass ein Christ in diesem T-Shirt stecke. Vielmehr würde es sich doch im Handeln eines Menschen zeigen, waren sich einige Passanten sicher.

„Auch wenn einige Personen einfach an uns vorbei gelaufen sind und nicht mit uns sprechen wollten, war die Aktion einfach toll“, freut sich Evan Khamo, junges Mitglied der chaldäischen Gemeinde in Essen. In vielen Gesprächen sei deutlich geworden, dass es wichtig sei, sich als Christ in der Gesellschaft zu zeigen. Und warum nicht auch mit einen knallgrünen T-Shirt. (ja)

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