„Immer ein offenes Ohr für die Sorgen der Menschen“

Gemeinsam gaben sie der Informationstelle und der Diözesanstelle für Berufungspastoral im Schatten des Kreuzganges ein Gesicht. Nach mehr als zehn Jahren wurden Dorothea Bertz und Schwester Mathilda Rimbach in einer Feierstunde aus ihrem Dienst verabschiedet.


Dorothea Bertz und Schwester Mathilda Rimbach verabschiedet

Für viele Besucher auf der Dominsel waren sie die erste Anlaufstelle. Gemeindereferentin Dorothea Bertz und Schwester Mathilda Rimbach standen Menschen in der Informationsstelle des Bistums seit mehr als einem Jahrzehnt mit Rat und Tat zu Seite. Gleichzeitig waren sie auch die Kontaktpersonen in der ebenfalls im Schatten des Kreuzganges beheimateten Diözensanstelle für Berufungspastoral. Mit einer Feierstunde wurden Bertz und Rimbach nun aus ihrem Dienst verabschiedet. „Es wurde deutlich, dass es für sie beide mehr war als nur ein Job. Es war gelebte Berufung“, dankte Domkapitular Klaus Pfeffer den scheidenden Mitarbeiterinnen für ihre wertvolle Arbeit.

Gleich ob Fragen zu Messzeiten im Dom, eine Kaufberatung für eine Taufkerze oder die Suche nach einer Anleitung zum Rosenkranzgebet – die guten Seelen hatten immer ein offenes Ohr und einen guten Tipp in der Hinterhand. „Oft kamen auch Menschen vorbei, die einfach nur reden wollten“, erinnert sich Bertz. Vielen Besuchern habe es geholfen, einfach einmal ihre Probleme in der Infostelle abzuladen. „Es war immer wunderbar, wenn eine Person erleichtert nach Hause gehen konnte“, freut sich die Gemeindereferentin. Auch wenn so manche Situation nicht immer leicht zu lösen war, so seien die vielen persönlichen Begegnungen eine Bereicherung für ihr Leben gewesen, sind sich Bertz und Rimbach einig. Aus den zahlreichen einmaligen Begegnungen seien auch viele langjährige Kontakte entstanden.

Neben den hilfreichen Informationen stand vor allem die Begleitung auf dem Weg der Berufung im Fokus der Arbeit. „Berufungspastoral ist für mich kein Job wie jeder andere“, erklärt Schwester Mathilda, auch mit Blick auf Ihren persönlichen Lebensweg. „Es ist mir wichtig, Menschen auf ihrer Suche zu begleiten. Ich bin dankbar dafür, dass ich hier die Möglichkeit dazu hatte“, freut sich Rimbach. Oft seien Menschen in die Diözesanstelle gekommen, denen es im Alltag eigentlich an nichts fehlte. „Aber sie merkten, dass Gott keine Rolle in ihrem Leben spielte“, so Bertz. Gemeinsam habe man sich dann auf die Suche gemacht, diesen Menschen einen Weg aufzuzeigen. „Auch wenn dieser nicht immer gradlinig verlaufen ist, so war es für mich immer ein großes Anliegen, die Menschen ein Stück näher an Jesus zu bringen“, blickt die Gemeindereferentin auf die vergangenen Jahre zurück.

Obwohl der Lärm der zahlreichen Baustellen rund um die Dominsel und unterschiedlichsten Beschwerden die Arbeit zeitweise nicht immer leicht gemacht hätten, so habe man sich bei allen Problemen durch Kolleginnen und Kollegen im Generalvikariat getragen gefühlt. Es falle schon schwer, Abschied zu nehmen, aber die Vorfreude auf die neuen Aufgaben sei auch groß. „Ich freue mich darauf, wieder mit Menschen in der Gemeinde zu arbeiten“, so Bertz, die als Gemeindereferentin in Mülheim arbeiten wird.

Auch Schwester Mathilda hat sich schon einen Plan für Ihren Ruhestand gemacht: „Ein bis zwei Tage werde ich für die Bewohner im Altenheim Kloster Emmaus in Essen einplanen und sie begleiten“, freut sich Rimbach auf ihre neue Aufgabe. Zudem werde sie sich auch weiterhin um den Internetauftritt ihres Ordenshauses kümmern. „Und im Generalvikariat werde ich auch sicherlich noch oft vorbeischauen und die alten Kolleginnen und Kollegen besuchen“. Das ist auch gut so. Denn auch wenn die Informationsstelle nach ihrem Umzug ein wenig versteckt im Schatten des Doms lag, vermissen wird man die beiden guten Seelen sicherlich.

Bis auf weiteres bleibt die Informationsstelle sowie die Diözesanstelle geschlossen. Über ein neues Konzept für die Berufungspastoral im Ruhrbistum wird derzeit beraten. Materialien für den Ministrantendienst können mit Beginn des neuen Schuljahres, ab dem 27. August 2012, über Frau Barbara Schulz im Bischöflichen Jugendamt bezogen werden. Frau Schulz ist telefonisch unter 0201-2204269 oder per E-Mail unter barbara.schulz@bistum-essen.de zu erreichen. (ja)

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