„Ich freue mich auf das Bistum Essen und seine Menschen“

"Den Menschen zu helfen, zu Gott zu finden" - das ist das religiöse Programm von Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck. Auf seiner ersten Pressekonferenz in Essen erinnerte er auch an die Verantwortung der Kirche für das Gemeinwohl.

Erste Pressekonferenz von Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck in Essen

Der Dienst als Bischof von rund 900.000 Katholiken zwischen Rhein und Lenne ist für den neuen Bischof von Essen, Dr. Franz-Josef Overbeck, mit großen Herausforderungen verbunden. „Und diese Herausforderungen sind mir bewusst“, sagte der neue Ruhrbischof bei seiner ersten Pressekonferenz in Essen. „Menschen zu helfen, zu Gott zu finden“, das sei sein religiöses Programm.

Als Ruhrbischof sei er ein Bischof für alle Menschen seines Bistums. Darüber hinaus habe der Bischof eine wichtige politische und für die Gesellschaft bedeutsame Position. „Er ist Stimme der Kirche“, betonte Overbeck. Vor allem den Armen, Arbeitslosen und an den Rand Gedrängten müsse die Kirche Stimme verleihen und den Betroffenen beistehen. „Diesbezüglich beginne ich im Bistum Essen nichts Neues, sondern setze einen Faden fort, der schon geknüpft ist“, so der neue Bischof.


"Jugendliche haben ein Recht auf Bildung und Arbeit"

Sein Augenmerk wolle er dabei auch auf die Situation junger Menschen richten: „Es ist wichtig und sinnvoll, für ein Bewusstsein zu werben, dass Jugendliche ein Recht auf Bildung und Arbeit haben“, betonte Overbeck. So wird, das hat er bereits entschieden, die Kollekte bei seiner Einführung als neuer Bischof am 20. Dezember der Jugendstiftung des Bistums Essen zugute kommen. Auch auf die „zunehmende Not älterer und alter Menschen“ wies Overbeck hin. Auch dort sei Kirche verstärkt gefragt. „Wir haben eine Verantwortung für das Gemeinwohl“, betonte der Bischof.      

Die Umstrukturierung im Bistum Essen habe er von Münster aus in den vergangenen Jahren aufmerksam verfolgt. „Hier ist viel geschehen, aber es war und ist notwendig, dass wir uns neu aufstellen“, betonte Overbeck.  Wirtschaftlich vorausschauend zu agieren, „verantwortungsbewusst und ordentlich zu haushalten“ und keine Schulden zu machen, das ist für den Sohn aus einer Unternehmerfamilie selbstverständlich. Die „Baustelle Bistum Essen“ habe – so der Bischof – „einen gesunden Rohbau aufgestellt“. Dass die Umstrukturierung zum Teil tiefe Einschnitte für die Menschen mitbrachte und auch „Wunden geschlagen“ hat, dessen ist sich Overbeck bewusst. Er rief dazu auf, nach vorne zu schauen, aber auch zu ermöglichen, „dass Menschen trauern und dass Wunden heilen können“.  

 
Zeugnis geben vom eigenen Glauben

Doch neben den eher profanen Aspekten der Neustrukturierung ist Overbeck vor allem wichtig, dass es „ordentlich gefeierte Gottesdienste“ gibt. Sich mit vielen an einem Ort zum Gottesdienst zu versammeln, das ist für den neuen Bischof  das Ziel. „Wir dürfen nicht Weltmeister in der Zerstreuung werden“, meinte er. Weitere wichtige Felder sind für ihn die Erwachsenenkatechese und der Dienst am Nächsten, die Caritas.  Letztendlich sei es wichtig, als Christen deutlich zu machen: „Wir glauben an Gott und an Jesus Christus, der für uns Mensch geworden ist und uns erlöst hat“. Zeugnis zu geben vom eigenen Glauben und die Auseinandersetzung mit Anderen nicht zu scheuen, das sei heute gefragt. Dabei dem „Fremden und anders Denkenden“ einladend zu begegnen, sei eine „missionarische Grundhaltung“.

Die Freude auf seine neue Aufgabe ist Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck anzumerken.  Und er sagte es in Essen auch ganz deutlich: „Ich freue mich auf das Bistum Essen und die doch sehr ehrlichen und offenen Menschen hier im Revier.“ (do)

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