Hungern für den guten Zweck

Am vergangenen Wochenende haben Jugendliche und junge Erwachsene der KJG durch gemeinsames Fasten Gelder für die Wattenscheider Kindertafel gesammelt.

Die 30-Stunden-Fastenaktion der KJG im Bistum Essen

14 Jugendliche und junge Erwachsene der Katholischen Jungen Gemeinde (KJG) haben am vergangenen Wochenende 30 Stunden gefastet und dadurch rund 1500 Euro für die Wattenscheider Kindertafel gesammelt. Für den Leiter der Kindertafel, Manfred Baasner, ein Beweis, dass Kinder und Jugendliche mitdenken und sich Gedanken über die Zukunft machen.

Das Ziel: 30 Stunden nichts essen – von Samstagmorgen um 10 Uhr bis Sonntagnachmittag um 16 Uhr. "Zusammen geht das erstaunlich einfach", erklärt Hans-Walter Henze. Er ist geistlicher Leiter der KJG und hat das Wochenende mit vorbereitet. "Nur wenn von den Nachbargrundstücken Grillgeruch übers Gelände weht, merkt man schon, wie einem der Magen grummelt."

Lange bevor das Fasten zum Wellnesstrend wurde, war es vor allem eine spirituelle Erfahrung. Fasten, als bewusster Bruch mit den eigenen Gewohnheiten des Alltags, kann den Blick auf Neues frei machen. Trotzdem ist es für junge Menschen eher ungewöhnlich. Die meisten verbringen ihr Wochenende eben nicht gemeinsam mit Wasser und Saftschorle, um damit ein soziales Projekt zu unterstützen. Am vergangenen Wochenende haben sich die 14 Jugendlichen und jungen Erwachsenen der KJG im Naturfreundehaus Moers aber auf eben dieses Experiment eingelassen.

Mit dabei war auch Mats Lugge, Auszubildender beim Bistum Essen. "Am Samstag gegen Abend hat man schon gespürt, dass Kraft und Energie zuneige gehen", erzählt er. Von Hunger wolle er jedoch nicht sprechen, denn "Hunger ist ein Schmerzgefühl und Schmerzen hatte ich nicht." Dennoch hätte ihm etwas gefehlt, so Lugge.

Durchhalten wollten aber alle. Schließlich sammelten die Teilnehmer für die Wattenscheider Kindertafel. Ein Projekt, das sich um Kinder kümmert, denen es an regelmäßigem und gesundem Essen fehlt. Wie bei einem Spendenlauf hatten die Teilnehmer im Vorfeld des Wochenendes Freunde, Verwandte und Bekannte als Unterstützer geworben. Diese haben für jede gefastete Stunde einen kleinen Betrag gezahlt und so sind am Ende die rund 1500 Euro zusammengekommen.

Um sich ein Bild davon zu machen, wo das gesammelte Geld hingeht, hatten die Jugendlichen Manfred Baasner eingeladen. Er hat ihnen vor Augen geführt, warum das ehrenamtliche Engagement der Kindertafel in den letzten Jahren immer wichtiger geworden ist: "Mehr und mehr Eltern vergessen ihre Verantwortung gegenüber den eigenen Kindern. Sie schicken sie ohne Frühstück aus dem Haus oder geben ihnen Geld mit, das die Kinder dann für Süßigkeiten ausgeben." Darum verteilen die Helfer der Tafel Obst und Gemüse an Kindergärten und Schulen. Ein Engagement, das die KJG mit der Fastenaktion gerne unterstützt hat. Auch Mats Lugge: "Das mit der Kindertafel ist eine wichtige und gute Sache. Ich würde es jederzeit wieder machen!" (kjg-dv-essen/tmg)

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