Herbstvollversammlung stand im Zeichen des Papstbesuches

Vom 4. - 7. Oktober 2011 trafen sich 69 Bischöfe zur diesjährigen Herbstvollversammlung in Fulda. Neben einem Rückblick auf den Papstbesuch in Deutschland standen vor allem auch viele Personalentscheidungen auf der Tagesordnung.

Die am Freitag, 7. Oktober 2011, beendete Herbstvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz stand ganz unter dem Eindruck der Apostolischen Reise von Papst Benedikt XVI. nach Deutschland. Die Bischöfe blickten dankbar auf den Besuch des Heiligen Vaters zurück. „Diesen Besuch bewerten wir in Würdigung seiner vielfältigen Dimensionen als wahrhaft historisch. Es waren intensive und erfüllte Tage. 360.000 Menschen haben an den Gottesdiensten mit dem Papst teilgenommen. 3.600 Medienvertreter haben das Ereignis begleitet“, resümierte Erzbischof Zollitsch. „Die Tage mit Papst Benedikt XVI. waren ein Ereignis für ganz Deutschland und haben großes Interesse auf nationaler und internationaler Ebene ausgelöst. Der Besuch des Heiligen Vaters hat die Einheit der Kirche gezeigt und gestärkt. Der Papst fühlt sich getragen durch die deutschen Bischöfe“, so der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz in seiner Bilanz am Freitagnachmittag.

Die Konzerthausrede in Freiburg gebe laut Zollitsch „einen kräftigen Impuls für die Bestimmung des Weges der Kirche“. Die Freiburger Rede habe den Heiligen Vater als „intellektuellen Anreger und besorgten Kirchenführer“ gezeigt. „Wortwahl und Gedankenführung weisen nicht darauf hin, dass er von der Kirche in Deutschland eine grundstürzend neue Verfassung erwartet. Ihm geht es um die richtige Verbindung von christlichem Weltdienst aus dem Glauben und christlicher Kritik und Distanz gegenüber der modernen Welt mit ihren vielen Defiziten und Fragen“, so der Erzbischof. Der Papst spreche zudem „nicht von der Abschaffung des Kirchensteuersystems“. Es handele sich dabei auch nicht - wie fälschlicherweise behauptet werde – um Privilegien der Kirche, „sondern um die institutionelle Ausgestaltung der Religionsfreiheit“.

Neben dem Rückblick auf die Papstreise standen auch zahlreiche Personalentscheidungen auf der Tagesordnung der Versammlung. So arbeitet Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck als Mitglied in der Glaubenskommission, der Kommission für gesellschaftliche und soziale Fragen und der Kommission Weltkirche mit. Weihbischof Franz Vorrath unterstützt die Caritaskommission und die Migrationskommission bei ihrer Arbeit, Weihbischof Ludger Schepers wirkt in Pastoralkommission und der Kommission Weltkirche mit. (ja, dbk)

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