Heimkehrer-Dankeskirche in Bochum öffnet ihre Türen für Besucher

Am Sonntag, 11. September, findet bundesweit der "Tag des offenen Denkmals" statt. In Bochum-Weitmar können Besucher dann auch die Heimkehrer-Dankeskirche besichtigen.

Seit über sechzig Jahren steht die Heimkehrer-Dankeskirche in Bochum als Mahnmal für Friede und Aussöhnung unter den Völkern. Am Sonntag, 11. September, dem „Tag des offenen Denkmals“, öffnet sie den Besuchern ihre Pforten – so wie viele andere Bauten und Stätten in Deutschland auch, die sonst für das breite Publikum nicht oder nur teilweise zugänglich sind. Im Anschluss an den Gottesdienst um 10.00 Uhr wird bis 12.00 Uhr eine „Offene Kirche“ sowie eine Führung durch die Kirche und die Gedenkstätte in der Krypta angeboten. Nachmittags ist die Kirche von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet, Führungen beginnen jeweils um 15.00 Uhr und um 17.00 Uhr.

Hintergrund:
Die Heimkehrer-Dankeskirche in Bochum-Weitmar wurde 1958 von Pfarrer August Halbe errichtet. Nach seiner Heimkunft aus einer fünfjährigen Kriegsgefangenschaft im Ural begann er zusammen mit 20 weiteren Kriegsgefangenen den Bau der Kirche als Ausdruck der Dankbarkeit vor Gott und die Rettung aus der Haft. Am 12. Dezember 1959 weihte Bischof Dr. Franz Hengsbach die Kirche und seit 2005 steht das Gotteshaus unter Denkmalschutz.

In der Krypta befindet sich heute ein Museum, das zahlreiche Gegenstände enthält, die in den Lagern mit deutschen Kriegsgefange-nen entstanden sind. Hinzu kommen Gemälde und Zeichnungen aus dem Alltagsleben der Lagerinsassen, unter anderem eine Kopie der bekannten Madonna aus Stalingrad. Die Kirche ist somit zu einem Erinnerungsort von nationalem Rang geworden, in der die historische und religiöse Erinnerung einer Generation von Kriegsteilnehmern ihren Ausdruck gefunden hat. Auch für junge Menschen sind Kirche und Krypta lohnenswert: Zum einen erhal-ten sie Einblicke in die dunklen Jahre der Geschichte. Zum anderen vermit-telt der Ort ein tieferes Verständnis für ein Leben in Frieden und Freiheit. Nachfolgenden Generationen soll hier vor Augen geführt werden, dass das Recht der Freiheit und der Menschenwürde nicht selbstverständlich ist und stets ins Bewusstsein gerückt und bewahrt werden muss. (ms)

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