Haus nach Prämonstratenser-Pater benannt

Den Namen des Prämonstratenserpaters Rainer van Doorn trägt jetzt das Vereinshaus "Bürger für Bürger Duisburg e.V." Der "Vater der Tafeln und Lebensmittelhilfen" in Duisburg vollendete vor wenigen Tagen sein 80. Lebensjahr.

Pater Rainer van Doorn vollendete 80. Lebensjahr
 
Seinen 80. Geburtstag feierte  vor wenigen Tagen Pater Rainer van Doorn von der Prämonstratenser-Abtei Hamborn in Duisburg. Und eigentlich dachte er sich nichts Besonderes dabei, als er vom Verein „Bürger für Bürger Duisburg e.V.“ ausgerechnet an seinem Geburtstag in das Vereinsheim eingeladen wurde.
 
Gelockt wurden er und seine Haushälterin Christel Plöderl, die von allen liebevoll „Schwester Christel“ genannt wird, mit der Aufforderung, sich doch einmal die Lebensmittelverteilung anschauen. Dann die Überraschung: Vereinsvorsitzender Rolf Karling enthüllte ein Namensschild über dem Eingang: „Pater Rainer van Doorn Haus“.

„Ihr seid doch verrückt!“, platzte es aus dem überraschten Prämonstratenser-Pater heraus. Doch sofort strahlte er über das ganze Gesicht.  Zwei Jahre arbeiten Pater Rainer und Rolf Karling in Sachen Lebensmittelausgabe schon zusammen. Angefangen hatte alles, als 1975 Pater Rainer und Schwester Christel diese Hilfe für die Bedürftigen und Obdachlosen in Duisburg-Hamborn ins Leben riefen. Sie waren mit dieser Hilfsmaßnahme die Ersten in Duisburg. Heute sind die Ausgabestellen auf fünf angewachsen. „Pater Rainer war der Ursprung, ja der Vorreiter“, so Rolf Karling anerkennend. „Er ist ein Seelsorger durch und durch und ein Wegbereiter und Wegbegleiter! Toll, was dieser Mann hier geleistet hat und noch leistet.“ In der Tat - Pater Rainer, gebürtiger Niederländer, kann als Vater der heutigen Tafeln und andern Lebensmittelhilfen in Duisburg verstanden werden.

 
Lieber Krimis gelesen
 
Zur Vesper und Messfeier war die Kirche St. Franziskus in Hamborn bis auf den letzen Platz gefüllt. Abt Albert Dölken feierte zusammen mit Pater Rainer, dem Konvent und vielen Gästen aus Nah und Fern dien Dankgottesdienst. In seiner Predigt zeichnete Abt Albert den Lebensweg seines Mitbruders nach und hatte auch so einige Anekdoten parat. So habe Pater Rainer bei seinem Theologiestudium während der Vorlesung im Hörsaal zeitweise lieber Krimis als theologische Literatur gelesen. Später habe er auf die Mitschriften seines Mitbruders Remigius zurückgegriffen, um den Lernstoff für die Prüfung nachzuholen. „Er las die Krimis nicht aus Langeweile, sondern um die deutsche Sprache schneller zu erlernen“, stellte Abt Albert schmunzelnd klar, „und die Theologie lernte er dann auch noch.“ 

Schier endlos war nach dem Gottesdienst die Schlange der Gratulanten. Viele Hände musste das Geburtstagskind schütteln. „Scheinbar mögen mich die Leute.“, schmunzelte Pater Rainer, „schön, dass so viele Menschen heute an mich gedacht haben und gekommen sind.“  (ms/do)

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