Grünes T-Shirt - klare Botschaft: Respekt!

Die T-Shirts lagen bereit, Jugendliche waren vor Ort: Eigentlich hätte die Aktion "In mir steckt ein Christ" in Gelsenkirchen die zweite Runde gehen können. Die aktuellen Entwicklungen im Sudan ließ die Teilnehmer jedoch umdenken.

Aktion "In mir steckt ein Christ - Teil 2" reagiert auf aktuelle Entwicklungen im Sudan

Die T-Shirts waren wieder grün, die Botschaft wieder klar: Die im Aufbau befindliche Jugendkirche "Gleisarbeiten", das jugendpastorale Projekt "Ruhrfisch" und das "non-profit-net" waren für eine zweite Auflage der Aktion "In mir steckt ein Christ" in Gelsenkirchen gerüstet. Ähnlich der Aktion im Juni in der Essener Innenstadt, wollten junge Christen wieder mit Menschen auf der Straße darüber ins Gespräch kommen, ob und wie man Christen im Alltag erkennt. Natürlich wieder markant mit einem grünen T-Shirts bekleidet, vom dem mit weißen Lettern die klare Botschaft prangt: "In mir steckt ein Christ". Rund 10 Jugendlichen waren der Einladung zur Aktion in der Gelsenkirchener Innenstadt gefolgt.

Allerdings rückten die ersten Meldungen aus der sudanesischen Hauptstadt Khartum die geplante Aktion schnell in ein anderes Licht. Nach dem Mittagsgebet kam es dort zu Unruhen vor der deutschen Botschaft. "Schon kurz nach den ersten Meldungen haben wir uns Gedanken darüber gemacht, wie unsere Aktion in der tagesaktuellen Situation in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird", erklärt Christoph Wichmann, Jugendseelsorger in "Gleisarbeiten". Gemeinsam mit den Jugendlichen, die zur eigentlichen Aktion in die Jugendkirche gekommen waren, wurde die aktuelle Lage diskutiert. Eines wurde schnell deutlich: Man hatte sich auf die Aktion gefreut. Ein wenig Enttäuschung schwang schon in der anfänglichen Diskussion über die Argumente für und gegen die Aktion mit.

Ähnlich schnell reifte jedoch auch die Erkenntnis, dass die geplante zweite Aktion in der öffentlichen Wahrnehmung falsch interpretiert werden könnte. "Auch wenn es mir wichtig ist, in der Öffentlichkeit zu meinem Glauben zu stehen, so ist es mir auch wichtig, anderen Religionen mit Respekt zu begegnen", erklärte eine Teilnehmerin. Daher entschieden sich sowohl die Jugendlichen als auch die Verantwortlichen dazu, die Aktion nicht im geplanten Rahmen stattfinden zu lassen und sie an einem neuen Termin nachzuholen. "Wir wollen unsere Initiative in kein falsches Licht rücken, denn uns ist unser Anliegen zu wertvoll", so Wichmann. Auch wenn es sicherlich Ziel der Aktion sei, aufzurütteln, so wolle sie eines auf keinen Fall: provozieren. (ja)

Pressestelle Bistum Essen

Zwölfling 16
45127 Essen

0201/2204-266

0201/2204-507

presse@bistum-essen.de

Presse