Großes Engagement trotz schwieriger Zeiten

Über 33.000 Frauen und Männer sind am 9. und 10. November bei den Gemeinderatswahlen im Ruhrbistum an die Wahlurnen gegangen. Insgesamt 1.625 Kandidatinnen und Kandidaten wurden gewählt, die Verantwortung übernehmen und mit an der Zukunft der Kirche im Ruhrbistum bauen.



1.625 Frauen und Männer in Gemeinderäte gewählt

Am 9. und 10. November wurden in den katholischen Gemeinden des Bistums Essen die Mitglieder für die Gemeinderäte gewählt. „Auch wenn die Zahlen im Vergleich zur letzten Wahl vor vier Jahren rückläufig sind, freuen wir uns über die große Bereitschaft von Frauen und Männern, sich ehrenamtlich in der Kirche zu engagieren“, betont Domkapitular Dr. Michael Dörnemann, Leiter des Dezernates Pastoral. Es sei ein hoffnungsvolles Zeichen, „dass sich auch in schwierigen Zeiten so viele Laien für die Mitarbeit in den Gemeinden stark machen, Verantwortung übernehmen und an der Zukunft der Kirche im Bistum Essen mitbauen wollen. Ihnen allen gilt unser Dank“, so Dörnemann.

Rund 33.750 Frauen und Männer (2009: 44.844) der insgesamt 715.000 Wahlberechtigten (2009: 766.748) sind an die Wahlurnen gegangen. Das entspricht einer Wahlbeteiligung von 4,7 Prozent (2009: 5,8 Prozent).

Von den insgesamt 2.075 Kandidatinnen und Kandidaten (2099: 2.523) wurden 1.625 in die Gemeinderäte zwischen Duisburg und dem Sauerland gewählt. Gut die Hälfte der Gewählten sind Frauen (51 Prozent).

Die höchste Wahlbeteiligung bei den Ortsgemeinden gab es mit 11,5 Prozent in Heilige Familie, Essen Margarethenhöhe, die niedrigste in der Gemeinde Liebfrauen, Duisburg-Mitte, mit 0,95 Prozent. Mit einer Wahlbeteiligung von 69,84 Prozent ist die Karmelgemeinde in der Duisburger Innenstadt statistisch gesehen ein „Ausreißer“ und stellt einen Sonderfall dar. Denn sie ist eine so genannte „Personalgemeinde“, deren Mitgliedschaft nicht vom Wohnsitz eines Gläubigen abhängt. Hier haben Menschen aus verschiedenen Gemeinden eine „Heimat“ gefunden.

Gemäß Wahlordnung werden im Ruhrbistum normalerweise Gemeinderäte gewählt, aus denen Mitglieder in den jeweiligen Pfarrgemeinderat delegiert werden. Doch diesmal gab es einige Änderungen. Drei der insgesamt 174 Gemeinden beantragten eine Aussetzung der Wahl, da nicht genügend Kandidaten gefunden werden konnten. In acht Gemeinden wurde kein Gemeinderat gewählt, sondern direkt die Vertreterinnen und Vertreter für den Pfarrgemeinderat. In 26 Gemeinden war die Zahl der zu Wählenden identisch mit der Zahl der Kandidierenden. Fünf Gemeinden vereinfachten diese „Zustimmungswahl“ und führten diese auf einer Gemeindeversammlung durch.

„Wir müssen flexible Möglichkeiten schaffen, um die Mitwirkung von Ehrenamtlichen sicherzustellen“, betont Michael Meurer, Referent im Dezernat Pastoral. Denn die Situation in den Gemeinden sei oft sehr unterschiedlich. Eine starre Wahlordnung für alle sei da wenig hilfreich. Bei dieser Wahl habe das Bistum erste Schritte einer Flexibilisierung getan. „Wir werden hier weiterhin Erfahrungen sammeln, denn wir wollen, wie es das Zukunftsbild des Ruhrbistums beschreibt, eine lernende Kirche sein“, so Meurer. (do)


Wahlbeteiligung in den Stadt- und Kreisdekanaten

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