„Gott segne dich, mein Kind“

Die ökumenischen Segnungsgottesdienste für werdende Mütter und Väter und ihre Familien im Elisabeth-Krankenhaus Essen sind auch offen für Menschen ohne Kirchenbindung.

Einer emotionalen Berg- und Talbahn gleichen die Ereignisse rund um Schwangerschaft und Geburt. Mit ihren Hoffnungen für ihr ungeborenes Kind ebenso wie mit ihren Sorgen können werdende Mütter und Väter zum Segnungsgottesdienst in die Kirche des Elisabeth-Krankenhauses kommen. In einer ruhigen, stimmungsvollen Feier erhalten sie hier den Segen für sich und ihr Kind.  

Am Mittwoch, einem EM-Fußball-Fernsehabend, findet zwar nur ein einziges junges Paar zusammen mit der künftigen Großmutter zum Gottesdienst in die Krankenhauskirche. „Aber uns war das heute wichtiger als der Fußball, denn in sechs Wochen wird unser Kind geboren“, sagt Vater Michael Roberz (36).

Vorbereitet werden die Segnungsgottesdienste von der katholischen Pastoralassistentin Astrid Jöxen und der evangelischen Vikarin Jule Gayk. Gemeinsam mit zwei Musikern möchten sie eine intensive, bereichernde Atmosphäre mit Musik, Stille und Gebet schaffen, in der die Teilnehmenden über die medizinische Geburtsvorbereitung hinaus das Wunder des Lebens bestaunen können. Auch Menschen ohne Kirchenbindung kommen zu diesen Gottesdiensten und nutzen die Gelegenheit, ihr Kind unter Gottes Schutz zu stellen.

Michael Roberz, seine Frau Mandy Maria Roberz (25) und die künftige Oma Ursula Roberz erleben die Segnung ihres Kindes und Enkelkindes als „überwältigend emotionales Ereignis“. Die Seelsorgerin Jöxen legt als sichtbares Zeichen des Segens ihre Hände auf die Schultern der werdenden Eltern und wünscht ihnen die Zuwendung Gottes. Die Eltern selbst segnen ihr Kind, legen ihre Hände auf den Bauch der Schwangeren mit den Worten: „Gott gebe dir alles, was du brauchst, zum Wachsen, zum Geboren werden, zum Lieben.“ Eine kleine Kerze, an der Osterkerze entzündet, können die Eltern als Ausdruck ihrer Wünsche für ihr Kind mit nach Hause nehmen. Und weil zum Kinderkriegen oft ein großes Gefühlschaos gehört, zitiert Vikarin Jule Gayk in ihrer kurzen Predigt die Bloggerin Okka Rohd, die angesichts ihrer Schwangerschaft schreibt: „Ich freue mich. Ich bin erleichtert. Ich bin nervös. Ich habe Schiss.“

Die beiden Seelsorgerinnen Jöxen und Gayk hatten die Segnungsgottesdienste im Jahr 2014 zunächst in den katholischen und evangelischen Kirchen in Essen-Steele angeboten. „Menschen ohne Kirchenbindung finden aber leichter den Weg in die Krankenhauskirche als in eine Kirche im Stadtgebiet“, sagt Jöxen. Deshalb wird der Segnungsgottesdienst nun im Anschluss an die Kreißsaal-Führung im St. Elisabeth-Krankenhaus angeboten, der größten Geburtsklinik Essens mit jährlich über 2300 Geburten, „und zwar viermal im Jahr, damit jeder, der das möchte, im Laufe der Schwangerschaft dort den Segen für das Ungeborene bekommen kann“.

„Wir sind da, wo sich das Leben abspielt“, heißt es im Zukunftsbild des Bistums Essen. Segnungsgottesdienste für Familien mit Neugeborenen kurz nach deren Geburt hatte bislang die Bottroper Propsteipfarrei St. Cyriakus angeboten und damit gute Erfahrungen gemacht. Künftig soll es sie deshalb in allen Städten des Ruhrbistums geben.

Der nächste Segnungsgottesdienst für werdende Eltern ist am Dienstag, 6. September 2016, um 19.30 Uhr in der Kirche am Elisabeth-Krankenhaus Essen, Eingang Ruhrallee.

Pressestelle Bistum Essen

Zwölfling 16
45127 Essen

0201/2204-266

0201/2204-507

presse@bistum-essen.de

Presse