Gladbecker Pfarrei legt Rahmenplan im Pfarreiprozess vor

Als erste Pfarrei im Ruhrbistum hat St. Lamberti jetzt Szenarien für die Entwicklung der Pfarrei bis 2030 vorgelegt. Die Pfarrei will auch künftig in allen Stadtteilen Gladbecks präsent sein.

Zukunftsszenarien für die Kirche in Gladbeck

Als erste Pfarrei im Bistum Essen hat die Gladbecker Propsteipfarrei St. Lamberti jetzt die Ergebnisse ihrer Beratungen zum Pfarreientwicklungsprozess vorgelegt. Nach intensiven Beratungen mit vielen Gruppen in den Gemeinden hat die Pfarrei jetzt einen Rahmenplan vorgelegt, der für jeden Gladbecker Stadtteil die aktuelle Situation der katholischen Kirche darstellt und auf dieser Basis Szenarien für die Zukunft entwirft. Dabei ist ein zentrales Ziel der Pfarrei, auch in Zukunft in allen Stadtteilen Gladbecks präsent zu sein. Ausgangspunkt aller Planungen in Gladbeck waren das Leitbild und der Pastoralplan, an dem zuvor mehr als 1000 Mitglieder der Pfarrei mitgearbeitet hatten. Der nun von den Gremien in St. Lamberti daraus entwickelte Rahmenplan sei „kein Schließungsprogramm“ für Kirchen, betont die Pfarrei. „Das Hauptanliegen ist die positive Entwicklung der pastoralen Perspektiven für jeden Stadtteil, die in ganz konkreten Perspektiven vor Ort verwirklicht werden sollen“, heißt es in dem Dokument. „Kirche der Zukunft soll in Gladbeck eine Kirche in allen Stadtteilen sein und bleiben: nah bei den Menschen und wirksam aufgrund des Evangeliums“.

St. Lamberti in Gladbeck ist die erste Pfarrei im Rahmen der bistumsweiten Pfarreientwicklungsprozesse, die jetzt ihren Rahmenplan vorgelegt hat. Wie die Katholiken in Gladbeck entwerfen auch die Christen in den anderen 42 Pfarreien zwischen Duisburg und dem Märkischen Sauerland bis Ende 2017 Konzepte, die die seelsorgerische Situation vor Ort mit sinkenden finanziellen und personellen Ressourcen der Kirche zusammenbringen. So entwerfen die und ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Pfarreien pastorale und wirtschaftliche Szenarien, die den Pfarreien eine Planungssicherheit zumindest bis zum Jahr 2030 geben. Inhaltliche Leitlinie hierfür ist das Zukunftsbild des Ruhrbistums, das seit 2013 beschreibt, wie die Katholiken an Rhein, Ruhr und Lenne trotz vieler Veränderungen auch in Zukunft Kirche sein wollen. Mit diesem Zukunftsbild und dem Blick auf die konkrete Situation vor Ort entwickelt jede Pfarrei eine pastorale Konzeption. Auf der anderen Seite entsteht eine wirtschaftliche Konzeption für die Pfarrei, bei denen vor allem die Rücklagen für Kirchen und andere Gebäude in Zukunft deutliche Einsparungen in anderen Bereichen erfordern werden. Um den Gebäudebestand dauerhaft zu erhalten müssen die Pfarreien im Ruhrbistum bis 2020 im Durchschnitt 30 Prozent, bis 2030 50 Prozent der aktuellen Ausgaben einsparen. (tr)

Das Gladbecker Pfarreientwicklungskonzept (pdf)

Fragen zum Pfarreientwicklungsprozess beantwortet die Koordinierungsstelle Pfarreiprozesse im Bischöflichen Generalvikariat, Zwölfling 14, 45127 Essen, Tel.:
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