Gewissenhaft und nachhaltig für die Zukunft wirtschaften

Die aktuelle positive wirtschaftliche Entwicklung dazu zu nutzen, die Finanzierung der kirchlichen und sozialen Aufgaben des Ruhrbistums langfristig sicher zu stellen, ist und bleibt für Generalvikar Klaus Pfeffer zentrales Ziel der Haushaltsführung. Der Haushalt 2014 des Bistums Essen weist ein Gesamtvolumen von 254,3 Mio. Euro aus.



Ruhrbistum verabschiedet Haushalt für 2014

Das Bistum Essen geht davon aus, dass die Kirchensteuer als tragende Säule der Finanzierung kirchlicher Aufgaben im Jahr 2014 aufgrund bereits erfolgter Tarifabschlüsse in der Wirtschaft voraussichtlich um etwa ein Prozent gegenüber den nach oben angepassten Erwartungen für 2013 (160 Mio. Euro netto)  ansteigen wird.  „Wir nehmen an, dass sich nach Abzug der Zahlungsverpflichtungen aus Kirchenlohnsteuerverrechnungen gegenüber anderen Diözesen (Clearing) und der dreiprozentigen Hebegebühr für den Einzug durch die Finanzämter (5,4 Mio. Euro) der Finanzielle Handlungsspielraum aus heutiger Sicht um rund eine Millionen Euro erweitern wird“, so der Finanzdirektor des Bistums Essen, Ludger Krösmann.

Für das Haushaltsjahr 2014 werden die voraussichtlich zur Verfügung stehen Kirchensteuermittel mit netto 161 Mio. Euro angesetzt. Doch Krösmann warnt: „Eine Fortsetzung des augenblicklichen positiven konjunkturellen Trends auch in den Folgejahren zu unterstellen, birgt Risiken.“ Deshalb sei es schon heute  ein „Gebot der Vorsorge“, sich mittelfristig „auf spürbar rückläufige Entwicklungen einzustellen und entsprechende Reserven zu bilden“. Dazu solle auch das geplante Jahresergebnis 2014 von 23,6 Mio. Euro beitragen.    


Finanzierung der Aufgaben langfristig sichern

Deshalb ist es nach Ansicht von Generalvikar Klaus Pfeffer auch weiterhin notwendig, „mit den uns anvertrauten Geldern gewissenhaft und nachhaltig zu wirtschaften“. Die aktuelle positive wirtschaftliche Entwicklung müsse dazu genutzt werden, die Finanzierung der kirchlichen und sozialen Aufgaben des Ruhrbistums langfristig sicher zu stellen.

Diesen Zielen trägt auch der Haushaltsplan des Ruhrbistums für das Jahr 2014 Rechnung, der jetzt vom Kirchensteuerrat verabschiedet wurde.
Der Etat für 2014 weist ein Gesamtvolumen von 254,3 Mio. Euro (2013: 229,1 Mio. Euro) aus. Neben den Kirchensteuern erhält das Ruhrbistum Zuwendungen und Kostenerstattungen von rund 48,5 Mio. Euro. Zum größten Teil sind es Zuwendungen des Landes für die Schulen des Ruhrbistums (rund 30,9 Mio. Euro).

Den größten Einzelposten bei den Ausgaben bildet der Personalaufwand mit 95,2 Mio. Euro (2013: 93,2 Mio. Euro). 56,7 Mio. Euro fließen in die pfarrliche Seelsorge sowie in die Kategorialseelsorge (Krankenhaus-, Altenheim-, Gefangenen- und Hochschulseelsorge, Seelsorge in Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten sowie Notfallseelsorge). 42,4 Mio. Euro sind für den Unterhalt der Bischöflichen Schulen bestimmt. Für die Kindertagesstätten stellt das Ruhrbistum rund 19 Mio. Euro bereit, für caritative Aufgaben 15,9 Mio. Euro. Für den Bereich Bildung sind 5,6 Mio.  Euro, für die Kinder- und Jugendarbeit 4,9 Mio. Euro eingeplant. Aufwendungen für Bauerhaltung werden mit 6,6 Mio. Euro angesetzt.

Für die in den Jahren 2004 und 2005 zum Haushaltsausgleich aufgenommenen Kapitalmarkt-Darlehen werden in 2014 Tilgungsleistungen in Höhe von 1,4 Mio. Euro fällig. Die verbleibende Darlehensverpflichtung  wird Ende 2014  dann noch 1,4 Mio. Euro betragen.

Überdiözesane Verpflichtungen schlagen mit 5,7 Mio. Euro, die Gebühren für die Einziehung der Kirchensteuer durch die Finanzämter mit 5,4 Mio. Euro zu Buche. Voraussichtlich 16,5 Mio. Euro führt das Bistum Essen an andere Diözesen ab für Kirchensteuerzahler, die zwar im Ruhrbistum arbeiten, aber nicht dort wohnen. (do)

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