Geschichte und Gegenwart der geistlichen Orden in Bochum

Mit der Entwicklung des Ruhrgebietes als Klosterlandschaft sowie der Vergangenheit und Gegenwart geistlicher Orden in Bochum befasst sich eine Veranstaltung am 4. September 2013 im Stadtarchiv - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte.


„Vita monastica amissa? Bochum als Wirkungsstätte geistlicher Orden in Vergangenheit und Gegenwart“ heißt das Thema einer Veranstaltung am Mittwoch, 4. September, 15.00 bis 18.00 Uhr, im Stadtarchiv - Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Str. 47, 44789 Bochum (Archivkino, Erdgeschoss).

Nach einer Einführung in die Entwicklung des Ruhrgebiets als Klosterlandschaft werden die Geschichte des aufgehobenen Bochumer Redemptoristenklosters sowie das Wirken der Zisterzienser in Stiepel weitere Themen der Vorträge sein. Referenten sind Professor Dr. Reimund Haas, Institut für kirchengeschichtliche Forschung des Bistums Essen, Hansi Hungerige, Bochum, der Redemptoristenpater  Hermann Döring, Bottrop, und der Prior des Zisterzienserklosters Stiepel, Pater Pirmin Holzschuh.

Während des 19. und 20. Jahrhunderts wuchs mit der Zahl der Katholiken
im Ruhrgebiet auch die Zahl der geistlichen Ordensniederlassungen beträchtlich. So gab es in Bochum zwischen 1914 und 1940 29 solcher Konvente, darunter allein 17 der in der Kranken- und Kinderpflege engagierten Vinzentinerinnen. Nach dem Zweiten Weltkrieg sank die Zahl dieser Einrichtungen stetig. Oftmals nahm die Öffentlichkeit die Schließungen kaum wahr. Gelegentlich fanden sie aber auch, wie 2011/12 beim Weggang der Redemptoristen, unter großer Anteilnahme der Bevölkerung statt. Ist nun, so fragt man sich, das Ordensleben aus Bochum
verschwunden? Oder knapp in der Amtssprache der Katholischen Kirche formuliert: „Vita monastica amissa“? Mit diesem und anderen Aspekten wird sich diese Vortragsveranstaltung befassen. Der Eintritt ist frei. Weitere Informationen unter Tel.: 0234/910-9521 (Dr. Stefan Pätzold). (do)

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