Gemeinsam viel erlebt

Ein eindrücklicher Bericht aus der 1. Seminarwoche eines BFD-Kurses

Gemeinsam viel erlebt, gelernt... und dabei Spaß gehabt!!

Ein  Bericht der 1. Semianrwoche von Kira Putzmann, BFD-Kurs A

Wie alle Freiwilligen, die einen Bundesfreiwilligendienst absolvieren,  muss auch ich zu den Seminaren, die fünf Mal im Jahr für jeweils 5 Tage stattfinden. Das erste Seminar fand im Zeitraum vom 2. September bis zum 6. September in der Jugendbildungsstätte „Don Bosco“ in Hagen-Rummenohl statt. Thema dieser Woche sollten persönliche Erwartungen an den Freiwilligendienst sein, gesellschaftspolitische Hintergründe, der rechtliche Rahmen unserer Tätigkeit sowie das erste Kennenlernen innerhalb des Kurses. Ich muss zugeben, dass ich zunächst keine hohen Erwartungen an die Woche hatte und lieber gar nicht erst hingegangen wäre, doch mit Antritt eines Bundesfreiwilligendienstes oder auch eines Freiwilligen Sozialen Jahres habe ich mich schließlich dazu verpflichtet.

Am Montag trudelten alle zwischen 11 und 12 Uhr in Hagen-Rummenohl ein und verteilten sich auf die unterschiedlichen Zimmer. Nachdem alle ihre Zimmer bezogen hatten, begannen wir die Woche mit einem gemeinsamen Mittagessen. Schon hier wurde mir klar, dass es doch eine echt lustige Woche werden könnte, da die Leute auf den ersten Blick einen netten Eindruck machten. Es folgten Kennlernspiele, die diesen Eindruck nur noch bekräftigten und entgegen der allgemeinen Erwartung richtig Spaß machten. Das obligatorische Kaffeetrinken am Nachmittag war schon durch wesentlich mehr Gespräche geprägt und es herrschte eine angenehme Atmosphäre. Am Nachmittag fanden wir uns in kleinen Gruppen zusammen, die ähnliche Tätigkeitsfelder hatten und bereiten eine Präsentation unserer Einsatzstelle vor, mit Hilfe von Informationen, die es schon während der Arbeitszeit in den Einsatzstellen zu sammeln galt. Nach dem gemeinsamen Abendessen stellten wir unsere Präsentationen der gesamten Gruppe vor. Dies gestaltete sich einfacher als gedacht, da alle sehr aufmerksam waren, zugehört haben und interessiert an den Tätigkeiten der anderen waren. Das Programm endete, wie auch an den folgenden Abenden, mit der Tagesreflexion, welche in dieser Woche daraus bestand, dass jeder für sich den Tag Revue passieren lässt und eine Gesamtbewertung in Form von Punkten zwischen 0 und 100 abgibt und ein, zwei Sätze dazu sagt. Viele hatten sich den ersten Tag wesentlicher schlimmer vorgestellt und waren positiv überrascht und zudem optimistisch, was den weiteren Verlauf der Woche betrifft. Danach war der offizielle Teil vorbei und schon jetzt zeigte sich, dass wir eine tolle Gruppe waren, da sich alle im Gemeinschaftsraum zusammen fanden und den Tag gemütlich ausklingen ließen, was, wie die Teamer bestätigten, nicht selbstverständlich ist.

Am nächsten Tag standen die Schritte in den Tag (SIT) an, die immer nach dem Frühstück stattfinden. Hierbei spielt man zusammen ein Spiel oder startet mit einer Traumreise oder Ähnlichem gemeinsam in den Tag. Dies empfand die Gruppe als sehr positiv. Danach war eine Einheit zum Thema Rechte und Pflichten an der Tagesordnung. Dieses eigentlich sehr trockene Thema wurde interessant gestaltet und auf Grund der Zweiteilung der Gruppe konnte sich jeder einbringen und Fragen stellen, die Ihn selber beschäftigen. Die zweite Einheit, die immer nach dem Kaffeetrinken stattfindet, bestand aus der Tätigkeitsreflexion. Hierzu wurde die Gruppe abermals in zwei kleinere Gruppen unterteilt, die dann gleiche bzw. ähnliche Tätigkeitsfelder hatten, wodurch ein Austausch untereinander gewährleistet war. Dieser Teil war für viele, so auch für mich, sehr interessant und produktiv, da man viel für sich mitnehmen konnte und es toll war, sich auch mal mit anderen Freiwilligen auszutauschen. Die am Nachmittag stattfindende Traumreise stieß auf großes Interesse und die Meisten empfanden sie  als sehr entspannend und erholsam. Den Abend verbrachten wir mit lustigen Spielen, wie „Obstsalat“ und hatten großen Spaß.

Am Mittwoch bestand die erste Einheit aus zwei Themen, die innerhalb der am Dienstag zusammengestellten Gruppen nacheinander stattfanden. Meine Gruppe beschäftigte sich zunächst mit dem Verhaltenskodex in den Einsatzstellen und in den Seminaren. Dieses Thema wurde von den Meisten als notwendig empfunden und gestaltete sich eigentlich sehr positiv. Beim Thema Nähe und Distanz fanden rege Diskussionen statt und es war sehr hilfreich zu hören, wie die Anderen mit diesem schwierigen Thema umgehen. Aufgaben, wie zum Beispiel aufzuschreiben (anhand eines Punktesystems), wie viel Nähe wir von den Freiwilligen zulassen würden und wie viel Nähe dahingegen zu den Klienten, ermöglichten einen guten Austausch untereinander. Am Nachmittag fand ein Handicap-Parcours statt, der dazu diente, sich in die Personen, die wir betreuen hineinzuversetzen. Auch das wurde mit großer Begeisterung aufgenommen. Am Abend konnten wir gemeinsam Volleyball spielen oder auch Kickern, was den Zusammenhalt der Gruppe nochmal stärkte.

Am Donnerstag stellten wir unsere Gruppenregeln auf, was trotz Abwesenheit der Teamer super funktionierte. Am Nachmittag fand die Jahresplanung statt. Diese gestaltete sich so, dass wir viele Infomaterialien, Filme und ähnliches zu sehen bekamen, anhand welcher wir dann Themen Vorschläge sammelten. Wir einigten uns schließlich darauf, das Thema Sucht, Gewalt und Erlebnispädagogik zu behandeln. Um 18 Uhr fand der gemeinsame Gottesdienst statt, der ganz anders gestaltet wurde als der „normale“ Gottesdienst und sehr schön war.

Es folgte der Abschlussabend, bei dem wir ein „Familien-Duell“ spielten, bei dem die verschiedenen Gruppen gegeneinander antraten. Das Highlight des Abends waren die einstudierten Tänze der jeweiligen Gruppen, welche einfach total lustig und kreativ waren und gezeigt haben, wie schnell wir zu einer Gruppe geworden sind und dass wir echt tolle Teamer haben.

Der letzte Tag bestand hauptsächlich aus Reflexionen der Woche, die sehr hilfreich waren. Außerdem hat jeder Freiwillige ein Geschichtsbuch ausgefüllt, welches wir erst wieder am Ende des Jahres öffnen dürfen um dann zu schauen, wie wir uns entwickelt haben.

Man sieht: Die Seminare sind voller Spaß, voller hilfreicher Inhalte und tollen Gelegenheiten, sich mit anderen Freiwilligen auszutauschen.

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