von Ulrich Lota

Gedenken an das letzte Abendmahl Jesu

Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck wusch 12 Jugendlichen, Frauen und Männern aus der chaldäischen und der syrisch-katholischen Gemeinde am Gründonnerstag symbolisch die Füße.

Am Gründonnerstagabend, 24. März, hat Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck mit mehreren hundert Gläubigen im Essener Dom die „Missa vespertina in cena Domini“ gefeiert. In diesem Gottesdienst gedenken die Katholiken des letzten Abendmahls, das Jesus mit seinen Jüngern hielt, und damit der Einsetzung des Sakraments der Eucharistie.

Bei der Feier wusch der Ruhrbischof zwölf Jugendlichen, Frauen und Männern aus der chaldäischen und der syrisch-katholischen Gemeinde aus dem Ruhrbistum die Füße. Diese symbolische Handlung erinnert daran, dass Jesus am Vorabend seines Todes am Kreuz seinen Jüngern die Füße gewaschen hat. Für Christen ist dies ein Zeichen, dass sie einander dienen sollen.

„Der heutige Beginn der Feier von Leiden, Sterben, Tod und Auferstehung Jesu Christi führt uns mit der Abendmahlsmesse an den Tisch Jesu“, sagte Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck in seiner Predigt. An diesem Tisch werde das Paschamahl gefeiert, das die große Verheißung und das Heilversprechen Gottes in sich trägt, vom Tod zum Leben, vom Hunger zum Sattsein, vom Verfolgtwerden in die Sicherheit geführt zu werden.



„Die Gabe Gottes ist Jesus für uns“, so der Bischof weiter. „Darum nehmen wir ihn in der Eucharistie unter den Zeichen von Brot und Wein, gewandelt in seinen Leib und Blut, ganz in uns auf. Wir leben vom Geschenk, nicht vom Besitz. Wir leben vom Geben, nicht vom Haben. Das Abendmahl und die Fußwaschung stehen dafür, weil Jesus sich für uns zur Gabe macht.“ Damit seien alle Christen herausgefordert, selber zur Gabe für andere zu werden. Overbeck: „Das ist die eigentliche, die einladende und bleibende wie auch ganz einfache Herausforderung Jesu: Jeder Dienst am Menschen ist Gottesdienst; jeder Gottesdienst, den wir feiern ist Menschendienst. Davon leben wir.“

Pressestelle Bistum Essen

Zwölfling 16
45127 Essen

0201/2204-266

0201/2204-507

presse@bistum-essen.de

Presse