Gedenken an das letzte Abendmahl Jesu

Ruhrbischof Franz-Josef Overbeck hat am Gründonnerstagabend mit mehreren hundert Gläubigen des letzten Abendmahls Jesu gedacht und zwölf gehörlosen Frauen und Männern symbolisch die Füße gewaschen.

Bischof wusch 12 gehörlosen Frauen und Männern die Füße

Am Gründonnerstagabend, 2. April, hat Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck mit mehreren hundert Gläubigen im Essener Dom die „Missa vespertina in cena Domini“ gefeiert. In diesem Gottesdienst gedenken die Katholiken des letzten Abendmahls, das Jesus mit seinen Jüngern hielt, und damit der Einsetzung des Sakraments der Eucharistie.

Bei der Feier wusch der Ruhrbischof zwölf gehörlosen Frauen und Männern aus dem Ruhrbistum die Füße. Diese symbolische Handlung erinnert daran, dass Jesus am Vorabend seines Todes am Kreuz seinen Jüngern die Füße gewaschen hat. Für Christen ist dies ein Zeichen, dass sie einander dienen sollen.

In seiner Predigt erinnerte Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck an den Kern jeder Eucharistiefeier: die Wandlung. „Das, was das Auge nicht sieht, geschieht im Innern an der Substanz von Brot und Wein; durch die Worte Christi und die Kraft des Heiligen Geistes werden sie in Leib und Blut Christi verwandelt.“ Dies, so der Bischof weiter, setze den Glauben voraus, um als wahr angenommen zu werden. „Was im tiefsten Innern unseres Glaubens und der Kirche geschieht und sie zusammenhält, nämlich die Wandlung, das gehört auch zu ihren äußeren Ausdrucksformen und dem, was in unserer Welt vermehrt deutlich wird, dass wir unsere Identität bewahren, in dem wir uns auf der Grundlage eines unerschütterlichen Gottvertrauens wandeln.“

Dafür stehe auch das Evangelium der Fußwaschung. Durch diese Geste der Demut, die Jesus an den Jüngern vollziehe, würden sie Vertrauen gewinnen und neu werden. Overbeck: „Wir können keine Eucharistie feiern ohne solches Vertrauen, das Gott uns schenkt und in uns hineinlegt, da er uns wandelt. Solches Vertrauen schafft neue Kräfte, legt Energien frei, macht mutig, lässt aufbrechen.“ (ul)

Predigt Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck im Wortlaut (PDF)

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