Gebürtiger Essener wird Nuntius in Neuseeland

Zum neuen Nuntius in Neuseeland hat Papst Franziskus den in Essen geborenen Erzbischof Martin Krebs ernannt. Er wurde 2008 im Essener Dom zum Bischof geweiht und war anschließend päpstlicher Nuntius in Guinea und Mali.


Erzbischof Martin Krebs wechselt von Westafrika in den Pazifik

Erzbischof Martin Krebs (56), aus dem Bistum Essen stammender Vatikandiplomat, wird neuer päpstlicher Botschafter in Neuseeland. Weiter betraute ihn Papst Franziskus am Mittwoch mit der Zuständigkeit für mehrere ozeanische Inselstaaten und machte ihn zum Apostolischen Delegaten für den Pazifischen Raum. Das teilte das vatikanische Presseamt am Mittwoch, 8. Mai, mit. Erzbischof Krebs war bislang Nuntius in den westafrikanischen Ländern Guinea und Mali. Zuvor war er für mehrere Jahre an der Vatikanbotschaft in Washington tätig. Er ist derzeit der einzige aktive deutsche Nuntius.

Ihm gratulierte Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck im Namen des ganzen Bistums Essen und wünschte dem Nuntius alles Gute und Gottes Segen für die neue Aufgabe.
„Nach über vier sehr anstrengenden Jahren in einer sehr unruhigen Region unserer Erde, die durch viel Armut und heftige kriegerische Konflikte gekennzeichnet ist, geht es für Dich nun sprichwörtlich an das andere Ende der Welt, zumindest von Europa aus gesehen“, schreibt Overbeck. Er wünscht Erzbischof Krebs „eine glückliche Hand, gute Nerven und Gottvertrauen“ für die neue Aufgabe. „Vor allem aber wünsche ich Dir in einem Land, dessen religiöse Welt und Säkularisierungsprozesse denen von Deutschland in Vielem nicht unähnlich zu sein scheinen, gute Priester und Bischöfe sowie eine von Tiefe und Weite gezeichnete Welt des Glaubens vieler Menschen dort“, so Overbeck.

Krebs wurde am 2. November 1956 in Essen geboren und besuchte dort das Bischöfliche Gymnasium am Stoppenberg. Er studierte in Rom am Collegium Germanicum, wurde 1983 zum Priester geweiht und promovierte in Kirchenrecht. Zwischen 1984 und 1987 war er Kaplan in der Gemeinde St. Joseph, Duisburg-Mitte. 1991 trat er in den diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls. Nach dem Besuch der Ausbildungsstätte für angehende Vatikan-Diplomaten "Accademia Ecclesiastica" war er an den Papstbotschaften in Burundi, Japan, Österreich, der Tschechischen Republik und bei der Europäischen Union tätig.

1992 erhielt Krebs den Titel Monsignore. 2001 wurde er päpstlicher Ehrenprälat. Am 8. September 2008 ernannte ihn Papst Benedikt XVI. zum Titularerzbischof von Taborenta und bestellte ihn zum Apostolischen Nuntius in Guinea und Mali. Die Bischofsweihe spendete ihm am 16. November 2008 Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone SDB im Essener Dom. Mitkonsekratoren waren der emeritierte Apostolische Nuntius, Erzbischof Erwin Josef Ender, und der damalige Essener Bischof, Felix Genn, der ihn wenige Tage später zum Ehrendomherrn an der Hohen Domkirche ernannt hat. (kna/do)

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