Für eine werteorientierte Unternehmenskultur

Gemeinsame Probleme besprechen, unterschiedliche Positionen kennen lernen und miteinander nach Lösungen suchen: Das ist das Ziel der Gemeinsame Sozialarbeit der Konfessionen im Bergbau (GSA), die in diesem Jahr ihr 60-jähriges Bestehen feiert.


60 Jahre Gemeinsame Sozialarbeit der Konfessionen im Bergbau

Mit einem Festakt am Mittwoch, 3. November, 17.30 Uhr, im „Haus Villigst“ in Schwerte, Iserlohner Straße 25, feiert die Gemeinsame Sozialarbeit der Konfessionen im Bergbau (GSA) ihr 60-jähriges Bestehen. Den Festvortrag hält Weihbischof em. Dr. h.c. Franz Grave, Essen, zum Thema „Kirche und Wirtschaft – Pakt für ‚Wert‘ volle Arbeit“. Anschließend gibt es eine Gesprächsrunde mit dem Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider, Ruhrbischof Dr. Franz-Josef Overbeck, Bernd Tönjes, Vorsitzender des Vorstands der RAG Aktiengesellschaft,  sowie Ludwig Ladzinski, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft der Betriebsräte im RAG-Konzern. Das Schlusswort spricht Wilhelm Bonse-Geuking, Vorsitzender der RAG-Stiftung. Beim abschließenden Imbiss ist Gelegenheit zu Begegnung und Gespräch. (do)


DAS STICHWORT:
Gemeinsame Sozialarbeit der Konfessionen im Bergbau

Die Gemeinsame Sozialarbeit der Konfessionen im Bergbau ist acht Jahre älter als das Ruhrbistum. Aber der Name des ersten Bischofs von Essen, Dr. Franz Hengsbach, ist unlösbar mit dieser Arbeit verbunden. Er hat sie als Leiter des Seelsorgeamtes und dann als Weihbischof in Paderborn gegründet, betrieben und gefördert. Begonnen hat alles 1950 in der „Kommende“, dem Sozialinstitut der Erzdiözese Paderborn in Dortmund-Brackel, und im „Haus Villigst“, der Bildungsstätte der Evangelischen Kirche von Westfalen, unter Leitung von Dr. Franz Hengsbach und Dr. Klaus von Bismarck.

Das „Gemeinsam“ im Titel bezieht sich dabei zunächst darauf, dass diese Arbeit inhaltlich, personell und organisatorisch von den Kirchen in enger Gemeinschaft geleistet wird und dass auch der Bergbau diese Arbeit personell und organisatorisch als Partner der Kirchen trägt. Von Beginn an stellt die Gemeinsame Sozialarbeit kirchliche Tagungshäuser und Tagungsleiter oder Referenten zur Verfügung. Es ist guter Stil, dass katholische und evangelische Mitarbeiter gemeinsam bei den Tagungen mitwirken. Damit wird dokumentiert, dass die Konfessionen nicht nur gemeinsame Ideen haben, sondern auch gemeinsam arbeiten, wo Ziele und Grundlagen übereinstimmen.

Ziel der Tagungsarbeit ist es, Menschen aus den Bergbaubetrieben Gelegenheit zu geben, gemeinsame Probleme zu besprechen, unterschiedliche Positionen kennen zu lernen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Die Kirchen bieten dazu den neutralen Boden und den „runden Tisch“.

Das Gemeinsame zwischen Kirchen und Bergbau findet sich auf allen organisatorischen Ebenen. Im Koordinierungsausschuss legen Repräsentanten der Kirchen und des Bergbaus die Grundsätze für die Arbeit fest; im Planungsausschuss Steinkohle werden die praktische Arbeit und die Planung neuer Tagungsreihen durch die kirchlichen Mitarbeiter und Vertreter der Bergbaugesellschaften, der Betriebsräte und der Industriegewerkschaft Bergbau und Energie begleitet.

Mitarbeiter und Management von Unternehmen müssen heute vielfältige Veränderungsprozesse bewältigen. Globalisierung der Märkte, technische und organisatorische Innovationen erfordern erhöhte Flexibilität. Am Besten gelingen zeitgemäße Umstrukturierungen mit beteiligungsorientierten Unternehmenskulturen.

Deshalb initiiert die GSA Prozesse, die die Zusammenarbeit und die Kommunikation in Betrieben verbessern. Sie entwickelt faire und transparente Entscheidungsprozesse. Dabei steht eine werteorientierte Unternehmenskultur im Mittelpunkt.

So unterstützt die GSA in ihren Veranstaltungen Führungspersonen und Mitarbeitende, sich bei betrieblichen Umstrukturierungen neu zu orientieren und notwendige Veränderungen aktiv mit zu gestalten. Dabei werden wirtschaftliche und sozialethische Kriterien verbunden.

Kooperationspartner in der GSA sind die RAG Aktiengesellschaft, die Adam Opel GmbH in Bochum sowie die evangelischen und katholischen Kirchen im Ruhrgebiet.

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