„Fromm. Lammfromm. Knastfromm.“

Wer hätte gedacht, dass gerade in Gefängniszellen erstaunlich viele religiöse Bilder, Fotos oder Gegenstände zu finden sind? Welche Bedeutung sie für Gefangene haben, dieser Frage geht eine Ausstellung im Kardinal-Hengsbach-Haus in Essen nach.



Ausstellung über religiöse Symbole im Knast

Essen. Heiligenportraits, Koranauszüge, Budda-Statuen und Kruzifixe – wie selbstverständlich hängen sie an der Wand zwischen Familienfotos, erotischen Frauenakten, Autos und Reisemotiven aus aller Welt. Die Rede ist nicht von deutschen Jugendzimmern, sondern von den Zellen der Justizvollzugsanstalt (JVA) in Bochum.

Dort machen religiöse Bilder und Symbole rund ein Viertel der Wanddekoration aus. Welche Bedeutungen religiöse Symbole für Gefangene haben und warum sie im Knast eine so große Rolle spielen – diesen Fragen ging im Kulturhauptstadtjahr 2010 eine Ausstellung unter dem Titel „FROMM.LAMMFROMM.KNASTFROMM“ in der Mehrzweckhalle des Gefängnisses Bochum nach. Gezeigt wurden unter anderem Bilder, Gegenstände, Fotos von Zellenwänden und Tätowierungen.

Eine Auswahl der Exponate ist noch bis Freitag, 26. Oktober, im Kardinal-Hengsbach-Haus (Kardinal-Hengsbach-Haus, Dahler Höhe 29, 45239 Essen) zu sehen. Eine Woche vor Ende der Ausstellung, am Freitag, 19. Oktober, findet ebenfalls im Kardinal-Hengsbach-Haus um 19 Uhr ein offenes Gespräch über die Ausstellung mit Gefängnisseelsorgern der JVA Bochum und Inhaftierten im offenen Vollzug statt. Der Eintritt ist frei. (ms)

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