Forschendes Lernen auf dem Katholikentag

Elf Theologiestudierende der Ruhr-Uni Bochum werten die großen Podiumsdiskussionen des Katholikentages aus

„Ich bin nicht religiös, ich bin normal“ – unter diesem Motto war eine elfköpfige Gruppe von Theologiestudierenden im vierten Semester der Ruhr-Universität Bochum unter der Leitung von Dr. Gunda Werner und Dr. Florian Kleeberg zum Katholikentag nach Leipzig gereist. Neben dem Erleben eines Kirchenevents in einer in großen Teilen religionslosen Stadt hatten die Studenten einen offiziellen Auftrag übernommen: Die großen Podiumsdiskussionen des Katholikentages inhaltlich und methodisch auszuwerten.

„Wir erheben die Veranstaltungen mit Hilfe vorbereiteter Bewertungsbögen“, berichtet Studentin Miriam Pawlak (25), „bislang beobachten wir die Tendenz, dass die Podien überwiegend von über 55jährigen besucht werden, und zwar von mehr Männern als Frauen.“ Allerdings, schränkt sie ein, beziehe sich diese Beobachtung nur auf die Sachdiskussionen – die jungen Besucher seien eher draußen bei den Straßen-Events zu finden. Darüber hinaus erheben die Studenten die Gesprächsatmosphäre, die Interaktion des Moderators, das Verhalten prominenter Redner und, ob die Veranstaltung insgesamt gut besucht ist und die Zuhörer sich beteiligen möchten. Die Ergebnisse der Bochumer Studenten werden in die Vorbereitung des nächsten Katholikentages 2018 in Münster einfließen.

Neben ihrem wissenschaftlichen Projekt „Forschendes Lernen“ kam für die Studierenden aber auch der Spaß nicht zu kurz. Nur einer von ihnen war zuvor schon auf einem Katholikentag gewesen. Für die anderen ist dies die erste Begegnung mit dem Laienkatholizismus in dieser organisierten Form. Gemeinsam reisten sie in einem Kleinbus des Bistums Essen an. Übernachtet wird mit Schlafsack im Klassenraum einer Schule – schon dort ergeben sich mit den anderen „Mitbewohnern“ lockere Gesprächskontakte. Miriam Pawlak findet die gesamte Atmosphäre des Kirchentreffens entspannt. „Und die vielen Eindrücke aus der katholischen Kirche helfen mir, mich selbst zu positionieren.“

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