Europas Rebellen

Um die Bestrebungen nach Unabhängigkeit in der Europäischen Union - wie etwa in Schottland und Katalonien - geht es auf einer Diskussionsveranstaltung am Mittwoch, 3. Dezember 2014, im Katholischen Stadthaus Duisburg.



Diskussionsabend im Katholischen Stadthaus Duisburg

„Europas Rebellen – Unabhängigkeitsbestrebungen in der EU“ heißt das Thema einer Diskussionsveranstaltung, zu der der Europe Direct EU-Bürgerservice der Stadt Duisburg, die Universität Duisburg-Essen, die Volkshochschule, das Katholische Bildungswerk, die örtliche Europa Union sowie die Internationalen Gesellschaften in Duisburg für Mittwoch, 3. Dezember, 18.30 Uhr, in das Katholische Stadthaus, Duisburg-Mitte, Wieberplatz 2 (Innenhafen), einladen.

Die Schotten haben es am 18. September dieses Jahres getan, die Katalanen am 9. November. Die Bürger von Flandern, dem Baskenland, Korsika oder von Sardinien tun es vielleicht auch irgendwann. Die Rede ist von einer Abstimmung über eine mögliche Unabhängigkeit vom jeweiligen Staat.

Die Befürworter der schottischen Unabhängigkeit erhofften sich mehr Selbstbestimmungsrechte. Die Katalanen haben traditionell eine Sonderstellung in Spanien und betonen stets ihre eigene kulturelle Identität. Dies ist auch eine Folge der Franco-Diktatur, während der die kulturelle und sprachliche Vielfalt Spaniens unterbunden war. Für Spanien und das Vereinigte Königreich hätten eine Abspaltung Kataloniens oder Schottlands massive wirtschaftliche Auswirkungen.

Im Fokus stehen aber auch Fragen nach den Konsequenzen einer solchen Unabhängigkeit auf die EU-Mitgliedschaft dieser „neuen, eigenständigen Landesteile“ oder ob durch eine Fragmentierung Europas gar das Ende der EU zu befürchten wäre. Oder wäre sogar ein „ganz anderes Europa“ die Folge. Ein „Europa der Regionen“, in dem es nach US-Amerikanischem Vorbild keine Nationalstaaten mehr geben würde.

Aktuelle Entwicklungen sowie Perspektiven stehen an diesem Abend im Mittelpunkt. An diesem Abend haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit zu einem intensiven Austausch mit Angel Alava-Pons, Volkswirt, gebürtiger Duisburger spanischer Herkunft, sowie Robert Tonks, Politikwissenschaftler und Vorsitzender der Deutsch-Britischen Gesellschaft Duisburg. Moderieren wird die Veranstaltung Professor Dr. Michael Kaeding von der Universität Duisburg-Essen. Der Eintritt ist frei. (do)

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