Eucharistischer Kongress in Köln beendet

Rund 45.000 Gläubige kamen vom 5.-9. Juni zum Eucharistischen Kongress nach Köln. Im Mittelpunkt der rund 800 Veranstaltungen standen Glaubensgespräche, Gottesdienste, Beichten und Konzerte. Auch zahlreiche Vertreter des Ruhrbistum haben sich auf den Weg in dem Rheinmetropole gemacht.

"Gott ist keine Privatsache"

Mit einem feierlichen Gottesdienst ist an diesem Sonntag der Eucharistische Kongress in Köln zu Ende gegangen. Während der Abschlussmesse im Rhein-Energie-Stadion wurde eine Grußbotschaft von Papst Franziskus verlesen. Darin ruft der Papst die Katholiken in Deutschland zu einem lebendigen Glaubenszeugnis auf. Geistliche und Laien hätten den Auftrag, "Gott zur Welt und die Welt zu Gott zu bringen".

Hauptzelebrant war der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch. Die Predigt hielt der Kölner Kardinal Joachim Meisner. Er forderte dazu auf, den Glauben öffentlich zu leben. "Gott ist keine Privatsache", so der Kardinal. Zudem betonte er die Verbindung zwischen täglicher Arbeit und der Eucharistiefeier: "Die Büros, Fabriken und Arbeitsstätten und unsere Kirchen haben darum etwas miteinander zu tun. Die Montagehallen und die Kirchengewölbe gehören zusammen." Am Gottesdienst nahmen rund 20.000 Menschen teil. Zudem beteiligten sich 1.200 Messdiener und zahlreiche Chöre.

Auch Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck zeigte sich von den Veranstaltungen des Eucharistischen Kongresses beeindruckt. Gerade in den Katechesen mit den Jugendlichen sei es zu einem intensiven Austausch über den eigenen Glauben gekommen, so der Ruhrbischof. Im Dialog wurden Fragen zum Zölibat und zum Priestertum der Frau beantwortet, aber auch eindrücklich über den eigenen Tod und die Unfähigkeit zu beten gesprochen.

Zu dem Kongress mit 800 Veranstaltungen hatten die Deutsche Bischofskonferenz und das Erzbistum Köln eingeladen. Meisner und Zollitsch zeigten sich dankbar über die Resonanz. "Wir haben uns in der Mitte unserers Glaubens versammelt, damit unsere arme Welt heil werden kann", so Meisner. "Wir sollten nun hinaus gehen und die Botschaft des Herrn verkünden." Der Kongress sei "ein voller Erfolg" gewesen, betonte Zollitsch. Die Vergewisserung des eigenen Glaubens sei sehr gut gelungen. "Wir haben ein Glaubenszeugnis gegeben", sagte Zollitsch. 72 Bischöfe hatten an dem Glaubensfest teilgenommen, in dessen Mittelpunkt Glaubensgespräche, Gottesdienste, Beichten und Konzerte standen. Nach Angaben der Veranstalter kamen zwischen 45.000 und 48.000 Teilnehmer. Er sei grundsätzlich offen dafür, einen solchen Kongress erneut durchzuführen, sagte Zollitsch. Zunächst seien aber die Erfahrungen von Köln auszuwerten. (KNA, ja)

Interview mit Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck (Audio)

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