Essener Karmelitenkloster feiert 20-jähriges Bestehen

Indische Karmeliten sind seit 1995 in der Essener Pfarrei St. Josef zuhause. Bischof Overbeck wird in seiner Festmesse auch an die Ordensheilige Teresa von Ávila erinnern, die vor 500 Jahren geboren wurde.

Indische Karmeliten sind seit 1995 in der Essener Pfarrei St. Josef zuhause.

Zum 20-jährigen Bestehen des Karmeliten-Klosters in Essen-Dilldorf feiert Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck mit den Mönchen und zahlreichen Gemeindemitgliedern am dritten Adventssonntag, 13. Dezember, um 11.30 Uhr einen Festgottesdienst in der Kirche St. Mariä Geburt, Dilldorfer Str. 34. Die Mönche feiern ihr Jubiläum einen Tag vor dem Fest des Heiligen Johannes vom Kreuz, dem Ordensvater der Karmeliten. Zugleich begehen sie an diesem Tag den feierlichen Abschluss des Jubiläumsjahres zum Gedenken an den Geburtstag der Ordensheiligen Teresa von Ávila, die vor 500 Jahren geboren wurde.

Die Patres, die vor 20 Jahren in das rund 150 Jahre alte ehemalige Pfarrhaus auf der Essener Ruhrhalbinsel gezogen sind, stammen alle aus dem indischen Kerala. Die Unbeschuhten Karmeliten gehören zur Ordensgemeinschaft Manjummel und sind in der Seelsorge der Pfarrei St. Josef, Ruhrhalbinsel, tätig. Während Prior Pater Paul Saji Bavakkat und Pater Johnson Mudavaserry George Pastor und Kaplan in der Gemeinde St. Josef sind, arbeitet Pater Byju Parakkatt als Kaplan im St. Josef-Krankenhaus Kupferdreh. Erst vor gut zwei Jahren wurde das alte Pfarrhaus mit finanzieller Unterstützung des Bistums umfassend saniert und umgebaut. Seitdem hat sich das Zuhause des indischen Karmelitenkonvents zu einem ganz eigenen geistlichen Zentrum auf der Essener Ruhrhalbinsel entwickelt.

Die Angehörigen des Karmelitenordens leiten ihre Ordensregel von der Lebensführung der Einsiedler im israelischen Karmelgebirge ab. Karmeliten gibt es bereits seit dem frühen Mittelalter. Einschneidende Reformen durch Theresa von Ávila und Johannes vom Kreuz führten 1593 zur Gründung und päpstlichen Anerkennung eines eigenen, streng kontemplativ – also auf das persönliche Gebet – ausgerichteten Ordens der sogenannten Unbeschuhten Karmeliten. Dabei kann die Lebensweise einzelner Konvente durchaus unterschiedlich sein: Während die Schwestern im Karmel „Maria in der Not“ in Essen-Stoppenberg sehr zurückgezogen leben, sind die Dilldorfer Mönche in ihrem Stadtteil recht präsent. (tr)

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