Essener Jugendliche zur Hilfe bei der Flutkatastrophe gesucht

Helfer bei der Flutkatastrophe sucht der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in Essen. Im Rahmen der 72-Stunden-Aktion "Uns schickt der Himmel" wollen junge Leute nicht nur im Ruhrbistum mit anpacken, sondern auch Menschen in den Hochwasserregionen helfen.

Nur noch wenige Tage, dann startet in der ganzen Bundesrepublik die größte Sozialaktion, die es je gab. Über 170.000 Jugendliche und junge Erwachsene sind der Einladung des BDKJ (Bund der Deutschen katholischen Jugend) gefolgt und werden im Rahmen der „72-Stunden-Aktion“ zigtausend soziale und ökologische Projekte bewältigen und somit die Welt ein kleines bisschen besser machen. Auch im Bistum Essen werden über 100 Gruppen aktiv sein, mehr als 25 davon in der Stadt Essen.

Seit einigen Tagen treibt die BDKJ-Organisatoren in Essen die Frage um, ob es nicht angemessen wäre, nicht nur in Essen zu helfen, sondern auch bei der Flutkatastrophe im Osten der Republik anzupacken. Es gehe nicht darum, diese Engagements gegeneinander abzuwägen. Trotzdem frage man sich natürlich in diesen Tagen, ob die Menschen in akuter existenzieller Not nicht noch dringender auf Hilfe angewiesen seien.

Außerdem gibt es in Essen fast schon eine Verpflichtung aus Tradition:
Schon bei der Flutkatastrophe 2002 hatte der BDKJ zu einer Hilfsaktion in Sachsen-Anhalt aufgerufen. Über 80 Jugendliche waren mit zwei Bussen mehrere Tage im Krisengebiet im Einsatz. „Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern und fast hat man so etwas wie ein trauriges Dejavu“ sagt Björn Enno Hermans, heute Geschäftsführer des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) in Essen, der damals als BDKJ-Vorsitzender die Aktion mit initiiert hatte.

Auch heute gehört Hermans beratend dem Team der 72-Stunden-Aktion an und wirbt ganz deutlich für den Einsatz im Osten: „Ich habe noch vor wenigen Tagen beruflich mit Kolleginnen und Kollegen aus Sachsen und Sachsen-Anhalt gesprochen, die auch persönlich betroffen sind. Nach der Flut gibt es unendlich viel zu tun und vor allem auch das Zeichen der Solidarität durch einen solchen Einsatz hilft den Menschen, die vor den Trümmern ihrer Existenz stehen.“

Auch der BDKJ-Bundesverband hat zur Hilfe in den Flutgebieten aufgerufen. Besser noch: Die BDKJ-Verbände vor Ort stellen nicht nur Unterkunft und Verpflegung für die Helfergruppen sicher, sondern kümmern sich auch darum, dass die Helfer sinnvoll und effektiv in die laufende Hilfe vor Ort eingebunden werden. Lediglich die An- und Abreise muss von den Gruppen selbst organisiert werden. Hier wird der BDKJ dafür Sorge tragen, dass dies  für alle potenziellen Helfer aus Essen auch möglich wird.

Geplant ist ein Einsatz von Donnerstagnachmittag, 13. Juni, bis Sonntag, 16. Juni. Auch die Schulbefreiung dürfte nach Ansicht des BDKJ kein Problem sein, da diese ohnehin für die gesamte 72-Stunden-Aktion vom zuständigen Ministerium empfohlen wurde.

„Anmelden können sich alle Gruppen, und Personen, nicht nur katholische“, macht das Essener BDKJ Team deutlich. Auch Schulklassen, Sportvereine und Jugendfeuerwehr sind aufgerufen. Wichtig ist, dass die Helfer mindestens 16 Jahre alt sind und, sofern noch nicht volljährig, durch eine erwachsene Person begleitet werden, der dann auch die Aufsichtspflicht obliegt. Auch Einzelpersonen (über 18) können sich melden. Der BDKJ Essen wird dann alles weitere koordinieren und organisieren .

Infos und Anmeldung unter info@bdkj-essen.de und Tel.: 0201-8938863. (BDKJ/do)

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