Essener Gemeinde mit digitalem Totenbuch

Katholische Christen in Essen Horst/Eiberg haben Lebens- und Sterbedaten von Gemeindemitgliedern aus über 100 Jahren zusammengetragen und in elektronischer Form gespeichert. Anstelle gedruckter Totenbücher lädt nun ein Tablet-Computer mit diesen Totendaten in der Kirche zu Gebet und Besinnung.

"Das Gedenken an die Toten wach halten"

Die Erinnerungen an die Verstorbenen ist für katholische Christen nicht nur an Allerheiligen und Allerseelen fester Bestandteil ihres Glaubens. Viele Gemeinden führen Totenbücher, die in den Kirchen ausliegen und bei jedem Gottesdienstbesuch zu Momenten des Gebets und des Gedenkens einladen. In der katholischen Kirchengemeinde St. Joseph in Essen-Horst/Eiberg entstand jetzt die Idee, dieses Totenbuch in einer neuen, modernen Weise anzubieten: Ab Freitag, 1. November, kann das Totenbuch der Gemeinde in elektronischer Form in einem Tablet-Computer eingesehen werden. Im Rahmen der Andacht zum Totengedenken (Beginn: 15 Uhr) wird es gesegnet und seiner Bestimmung übergeben.

Zunächst sei „in einem aufwändigen Verfahren ein sehr umfangreiches und vollständiges Verzeichnis aller Verstorbenen bis heute erstellt worden“, teilte Pastor Markus Pottbäcker mit. Aus den Kirchenbüchern seien seit der Gemeindegründung Ende des 19. Jahrhunderts mehr als 8000 Einträge zu Verstorbenen in die neue, digitale Form übernommen worden. So werde „das Gedenken an die Toten der Gemeinde aus über hundert Jahren nun wieder lebendig gehalten“, freut sich Pottbäcker über die gelungene Arbeit.

Der schwarze Tablet-Computer steht auf einem Ständer in einer Nische der Kirche an der Ecke Tossens Büschken/Dahlhauser Straße. Während der Öffnungszeiten der Kirche kann jeder Besucher entweder mit Hilfe des Namens oder des Sterbedatums nach Angaben zu Verstorbenen suchen. (tr)

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