"Es ist schön, dass jemand für mich betet"

Regelmäßiges Beten ist heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr. Doch dass Beten Menschen hilft, davon sind die über 40 neue Gebetspaten im Ruhrbistum fest überzeugt. Daher nehmen sie Anliegen von Menschen aus dem Ruhrgebiet ein Jahr in ihre Gebete auf.

Über 40 neue Gebetspaten im Ruhrbistum

Mit einem festen Händedruck und breiten Lächeln begrüßt Schwester Kerstin-Marie ihre Gäste in der Diözesanstelle für Berufungspastoral im Schatten des Essener Doms. "Setzten wir uns doch. Aber nicht auf den harten Stuhl, lieber auf die Couch, die ist bequemer", lädt Schwester Kerstin-Marie freundlich ein. Seit November 2012 leitet sie mit Gregor Lauenburger die Diözesanstelle für Berufungspastoral und ist überzeugt davon, dass es wichtig ist, Menschen, die sich zum Dienst in der Kirche berufen fühlen, mit klärenden Gesprächen und Informationen zur Seite zu stehen.

Sie lacht viel und gerne, kommt beim Reden sofort auf den Punkt und berichtet mit großem Enthusiasmus über ihr neues Projekt: Die Vergabe von Gebetspatenschaften. Ein Projekt, dass ihr unverkennbar am Herzen liegt. "Ziel dieser Patenschaft ist es, Menschen, die ein Anliegen haben, für das sie beten lassen möchten, einen Paten zur Seite zu stellen, der dieses Anliegen ein Jahr lang in seine Gebete aufnimmt", so die Schwester. Es werde ihnen ein Teil ihrer Last genommen und das Gefühl vermittelt, dass jemand da sei, jemand der sich ihrer Sache annähme.

"Beten hilft", da ist sich die Ordensfrau sicher. "Die Idee der Gebetspatenschaft habe ich aus meinem Konvent der Arenberger Dominikanerinnen mit ins Ruhrgebiet gebracht." Jede der Schwestern des Klosters bekomme am Neujahrstag eine Beterin zugelost, die für ihre Anliegen, bei Bedarf, das Jahr über bete. "Es ist doch schön sagen zu können: Hey, es betet jemand für mich", freut sich Kerstin-Marie. Doch bevor die Menschen im Ruhrbistum gefragt werden konnten, ob sie für sich beten lassen wollen, mussten erst einmal willige Beter gefunden werden. "Es ist schön, dass sich zum guten Schluss über 40 Gebetspaten aus den verschiedenen Ordensgemeinschaften des Bistums bereit erklärten, eine Patenschaft zu übernehmen."

Im Rahmen der Eröffnung von Gleis-X, der neuen Kirche für junge Menschen in Gelsenkirchen, konnten die Besucher einen Umschlag mit ihrem Gebetswunsch in ein Körbchen legen, woraufhin Schwester Kerstin-Marie sie an die Paten versandte. Natürlich ist die ganze Sache anonym, wenn aber der Wunsch besteht, seinen Paten kennen zu lernen oder mit ihm in Kontakt zu treten, ist dies natürlich auch möglich. Die junge Schwester ist glücklich über das "unsichtbare Netz", das sich jetzt über das gesamte Bistum spannt, und hat auch schon Pläne für die neuen Gebetspatenschaften die im Januar 2014 starten sollen.

Wer jetzt denkt, dass Schwester Kerstin-Marie bis 2014 auf der bequemen Couch in den hellen Räumen des Berufungspastoral verweilt, liegt falsch. Der Veranstaltungskalender ist 2013 gut gefüllt. Am Weltgebetstag für geistliche Berufe, am 21. April 2013, bekommen Jugendliche in Gleis-X die Möglichkeit, unter dem Motto "werde was du bist" sich mit Menschen auszutauschen, die einen geistlichen Beruf gewählt haben.

Ihr Gesicht verriet große Vorfreude, als sie von den Plänen für dieses Jahr berichtet: "Es steht so viel an, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll!" (lb)

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