Ermutiger in der Diaspora

Jungen Menschen mit der Arbeit der Caritas in Kontakt zu bringen, dass ist das Ziel des Projektes "youngcaritas". Für drei Jahre wird dieses Projekt nun im Märkischen Kreis gefördert.

Im Märkischen Kreis startet das erste Projekt „youngcaritas“ innerhalb des Ruhrbistums Essen

 „Wir wollen Ermutiger sein“, sagt Tobias Rödel. Der 32-jährige leitet seit heute zusammen mit Katharina Walter (23) das Projekt „youngcaritas“ im Märkischen Kreis (Sauerland). In dem Projekt sollen „junge, sozial interessierte Menschen befähigt werden, sich gemeinsam sozial zu engagieren“, erklärt Walter. „Wir wollen junge Menschen in Kontakt mit der Caritas bringen und sie motivieren gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen“, ergänzt Rödel.

Angelegt auf drei Jahre und finanziell unterstützt aus dem Innovationsfonds des Diözesan-Caritasverbandes Essen wendet sich das Projekt an jugendliche und junge Erwachsene von etwa 14 bis 27 Jahren. „Wir haben in den Gemeinden viele junge Menschen, die wir erreichen wollen und für die Caritas und ihre soziale Arbeit begeistern wollen, sagt Lüdenscheids Caritasdirektor Hans-Werner Wolff. „Youngcaritas“ werde allerdings nicht wie ein klassischer Jugendverband regelmäßige Gruppenstunden oder Zeltlager anbieten, sondern konkretes soziales Engagement ermöglichen. Er denke da beispielsweise an den Ausbau von Patenschaften für Altenheimbewohner oder regelmäßige Besuchsdienste, sagt Wolff.

Doch auch an Schulen will „youngcaritas“ aktiv werden und beispielsweise Ehrenamtstage anbieten. Das offene Angebot richte sich an Jugendliche außerhalb der kirchlichen Verbände und natürlich an die eigenen jungen Mitarbeiter und Auszubildenden. Junge Erwachsene die bei der Caritas Bundesfreiwilligendienst oder Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) ableisten, hätten zukünftig über „youngcaritas“ die Möglichkeit, sich zu vernetzen und auch nach ihrem Dienst im Kontakt mit der Caritas zu bleiben, sagt Wolff.

„Youngcaritas“ richte sich auch an Jugendliche, die kirchenfern sind, „die womöglich noch nie etwas von Caritas gehört haben“, sagt Jürgen Holtkamp, Abteilungsleiter Beratung, Erziehung und Familie beim Diözesan-Caritasverband Essen. Das sei eine besondere Herausforderung für den katholischen Wohlfahrtsverband. „Wir wollen ihnen eine Plattform bieten, wo sie sich austoben können, damit sie merken: ‚Caritas ist cool‘, caritatives Engagement ist sogar sexy‘, betont Holtkamp. (car,ja)

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