"Einer der bedeutendsten Schätze der Christenheit"

Mit einer feierlichen Vesper im Essener Dom, der Segnung der Ausstellungsräume und einem Empfang wurde jetzt die Einweihung des neu gestalteten Domhofes und die Wiedereröffnung der Domschatzkammer gefeiert.

Domschatzkammer Essen wiedereröffnet

Mit einer feierlichen Vesper im Essener Dom, der Segnung der Ausstellungsräume und einem Empfang wurde jetzt die Einweihung des Domhofes und die Wiedereröffnung der Domschatzkammer gefeiert.

In seiner Predigt ging Diözesanadministrator Franz Vorrath auf das Otto-Mathilden-Kreuz ein, das eigens für die feierliche Vesper aus der Schatzkammer geholt worden war. Mit Blick auf das mit kostbaren Edelsteinen geschmückte Kreuz aus dem 11. Jahrhundert betonte der Weihbischof: „Das Kreuz verweist auf den, der den Schatz der Christen ausmacht: auf den gekreuzigten und auferstandenen und wiederkommenden Christus.“ Anschließend segnete Vorrath den Domhof und die Ausstellungsräume der Schatzkammer.

Dompropst Otmar Vieth dankte allen, die bei der Neugestaltung des Domplatzes und der Erweiterung und dem Umbau der Domschatzkammer mitgewirkt haben. Sein besonderer Dank galt dabei den Sponsoren: an erster Stelle dem Münsterbauverein und seinem Vorsitzenden Dieter Hötker, außerdem Ulrich und Birgit Braun von der Van-Eupen-Stiftung, Dr. Josef Pauli von der Pauli-Stiftung, Hans-Peter Heidrich von der Bank im Bistum Essen, der Sparkasse Essen, der Alfrid Krupp zu Bohlen und Halbach-Stiftung sowie der ThyssenKrupp AG, die zur Zeit noch die Restaurierung des Metallzauns vornimmt.

Dass der Bogen der Geschichte Essens von der Goldenen Madonna bis Zollverein reicht, betonte Oberbürgermeister Dr. Wolfgang Reiniger. „Heute freuen wir uns, dass der Domschatz in die Mitte der Stadt, in das Herz der Stadt zurückkehrt.“ Die Wiedereröffnung der Schatzkammer sei eine wichtige Botschaft vor dem Kulturhauptstadtjahr 2010. Die Stadt Essen sei stolz auf „zwei besonders herausragende Zeugnisse seiner großen Geschichte: auf Zollverein, das Weltkulturerbe, und die Goldene Madonna, das bedeutendste Kunstwerk des Ruhrgebiets“, so Reiniger. Schließlich müsse es „Allgemeingut werden“, dass das Bistum Essen „einen der bedeutendsten Schätze der Christenheit“ verwalte.

Erfreut ist auch der Vorsitzende des Münsterbauvereins, Dieter Hötker, über die gelungene Fertigstellung von Domhof und Schatzkammer. „Der erneuerte Domhof öffnet mit seiner einladenden Platzsituation den Blick und den Zugang zur Schatzkammer“, so Hötker. Man hoffe auf ein gesteigertes Besucherinteresse. Mit den vielfältigen Führungen durch das Essener Münster und seine Schatzkammer sowie mit dem museumspädagogischen Angebot gerade für junge Menschen solle geschichtliches Denken angeregt werden. „Wir haben nun eine neue Plattform geschaffen, den Menschen noch informativer zu zeigen, wie Frömmigkeit über Jahrhunderte hinweg Ansporn war, außerordentliche Kunstwerke zu schaffen“, betonte Hötker. Außerdem solle das „Kennenlernen der uralten Verbindungen zwischen Stift und Stadt auch den Bürgerstolz und die Identifikation fördern“. Dafür werde sich der Münsterbauverein auch in Zukunft einsetzen. Dieser hat mit einer Million Euro den Umbau der Domschatzkammer alleine geschultert und darüber hinaus weitere 500.000 Euro für die Neugestaltung des Domhofes bereit gestellt.

Am Samstag, 16. Mai, 11.00 - 17.00 Uhr, und Sonntag, 17. Mai, 11.30 -17.00 Uhr, öffnet die Domschatzkammer am Burgplatz in der Essener Innenstadt für alle ihre Tore. Hier gibt es Kurzführungen durch Schatzkammer und Dom sowie Mitmach-Aktionen in der Dom-Werkstatt (Programm siehe unten). (do)

Dombaumeister Ralf Meyers zu Domschatzkammer und Domhof

Tage der offenen Tür - Programm 

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