„Eine Revolution ist am Sonntag nicht zu befürchten“

"Wir haben die Power, wir können was verändern!" Die Nachtwallfahrt der Jugend im Bistum Essen wollte einmal mehr Ermutigung für die Jungen in den Gemeinden und Verbänden sein. Über 700 Jugendliche haben sich auf den Weg nach Essen-Werden gemacht.

Über 700 Jugendliche bei Nachtwallfahrt in Essen-Werden

Der Glaubenskraft des heiligen Ludgerus auf die Spur zu kommen - dafür hatten sich am Freitag, 4. September, über 700 Jugendliche aus dem gesamten Bistum Essen auf den Weg gemacht. Ihr Ziel: die Basilika St. Ludgerus in Essen-Werden, das Grab des heiligen Luidgers. So führte die Nachtwallfahrt 2009 „back to the roots“, zurück zu den Wurzeln des Christentums in der Region. Vor 1200 Jahren sei das Leben und Wirken Ludgerus „eine Revolution der Barmherzigkeit und Liebe“ in einer von Hass und Gewalt geprägten Welt gewesen, sagte Klaus Pfeffer, Diözesanjugendseelsorger im Bistum Essen, in seiner Predigt.

 „Ludgerus war ein Revoluzzer“, so Pfeffer weiter. Mit Blick auf die kommenden Feierlichkeiten in Essen-Werden anlässlich des Ludgerusfestes und "auf das eine oder andere Gemeindeleben" betonte er: „Revolution ist aber am Sonntag nicht zu befürchten!“ In vielen Gemeinden gehe es nicht revolutionär, sondern eher behäbig und langweilig zu. Sowohl das allgemein gesellschaftliche als auch kirchliche Leben sei gar nicht so weit weg von den Zeiten der Germanen. „Im Fernsehen wird auf suptile Art und Weise Menschenverachtung salonfähig gemacht, in unseren Gemeinden wird getratscht und gelästert“, so Pfeffer. Doch jeder könne etwas ändern: „Ihr seid das Salz der Erde, heißt es.  Wir haben die Power, wir können was verändern!“ Pfeffer hoffe, dass die Jugendlichen sich, bei allen Schwierigkeiten, die sich im Gemeinde- und Verbandsleben immer mal wieder aufzeigen, nicht unterkriegen lassen.

Zu Fuß oder mit dem Schiff hatten sich die Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf den Weg zur Basilika in Essen-Werden gemacht: zu Fuß von Essen-Kettwig über den Ruhr-Höhenweg und mit dem Schiff vom Mülheimer Wasserbahnhof aus stromaufwärts. Dabei wurde gesungen, gebetet und neue Kontakte geknüpft. „Es ist toll mit so vielen Jugendlichen zusammen zu sein und Gottesdienst zu feiern. In unserer Gemeinde sind wir ja nicht so viele“, so Jana, die gemeinsam mit ihrer Jugendgruppe aus Oberhausen das zweite Mal an der Nachtwallfahrt der Jugend teilnahm. (dr)

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