von Jens Albers

„Eine Herausforderung, die wir nur gemeinsam bewältigen können“

Kardinal Marx würdigt die Botschaft von Papst Franziskus am Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung.

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, würdigt die Botschaft von Papst Franziskus zum Weltgebetstag für die Bewahrung der Schöpfung, die der Vatikan heute veröffentlicht hat, als wichtiges Signal: „Die Botschaft von Papst Franziskus ist ein Appell an unsere Demut.“ Es sei von großem Wert, dass uns der Papst dazu aufrufe, unseren Lebensstil im Einklang mit der gottgeschaffenen Natur zu gestalten. „Der Heilige Vater führt uns mit großer Direktheit vor Augen, dass ein Verharren in gewohnten Verhaltensweisen im Widerspruch zum Schöpfungswillen Gottes steht. Ein einfaches ‚Weiter so!‘ darf für Christen nicht infrage kommen.“

Die Erfahrung, etwa durch das Wetter oder die Jahreszeit ein Stück von der Natur bestimmt zu werden, lehre uns, die Ehrfurcht vor der Schöpfung zu bewahren, so Kardinal Marx. Insofern sei es ein großes Verdienst des Papstes, mit seiner Umweltenzyklika Laudato si‘ diese Thematik als dezidiert christliches Anliegen ausgewiesen zu haben. „In seiner heutigen Botschaft während des von ihm ausgerufenen Heiligen Jahres, zeigt der Papst nun eindrücklich, dass sein großes Anliegen – die Barmherzigkeit – nicht ohne die Rücksicht auf die Natur zu denken ist. Nicht nur nachfolgende Generationen werden unter der vom Heiligen Vater beklagten ‚Mentalität der Kurzfristigkeit‘ leiden. Schon heute sind es die Armen, welche die Auswirkungen der Umweltausbeutung am stärksten zu spüren bekommen.“ Es sei daher – auch theologisch – ein starkes Signal, dass der Papst in seiner Botschaft vorschlage, die Sorge um die Natur, das gemeinsame Haus, dem Kanon der Werke der Barmherzigkeit hinzuzufügen.

Erfreut zeigt sich Kardinal Marx auch darüber, dass Franziskus die ökumenische Dimension des Anliegens in den Fokus rücke. „Das ist eine Herausforderung, die wir nur gemeinsam bewältigen können.“ Katholiken seien nichtsdestotrotz aufgerufen, ihr Bewusstsein für die Schöpfung auch im Sakrament der Versöhnung stärker zu berücksichtigen. „Nutzen wir besonders im Heiligen Jahr der Barmherzigkeit dieses Sakraments für einen Richtungswechsel“, so Kardinal Marx weiter. „Nur wenn wir uns im Kleinen zur Umkehr bereit zeigen, kann die Hoffnung auf die großen gemeinsamen Erfolge fruchtbar werden.“

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