Eine feste Größe der Essener Dommusik

Bekannt ist er weit über das Bistum Essen hinaus. Wurde er vor 20 Jahren vielleicht noch belächelt, ist er mittlerweile zu einer festen Institution geworden: der Mädchenchor am Essener Dom. Mit seinem Gesang zieht der Chor die Zuhörer immer wieder in seinen Bann.

20 Jahre Mädchenchor am Essener Dom

Marleen ist fünf Jahre alt und singt gerne. Ihre Mutter, Corinna Schmidt, hat sie daher beim Mädchenchor am Essener Dom angemeldet. Dass sie genau diesen Chor für ihre Tochter ausgewählt hat, ist kein Zufall. Vor genau 20 Jahren gehörte sie nämlich zur Gründungsbesetzung des Mädchenchores am Essener Dom, den Professor Raimund Wippermann 1992 ins Leben rief.

Seit dieser Zeit hat sich der Mädchenchor neben dem Essener Domchor und den Domsingknaben als feste Größe sowohl in der Essener Dommusik als auch im städtischen Kulturleben etabliert: „Was damals fast etwas belächelt wurde, ist heute eine feste Institution“, so Wippermann. Mehr als 300 Sängerinnen waren seitdem Mitglied.

In seiner kurzen Geschichte kann der Mädchenchor auf zahlreiche Erfolge und Auszeichnungen zurückblicken, darunter der 1. Preis beim Landes-Chorwettbewerb NRW in den Jahren 2001 und 2009 sowie der 1. Preis beim 8. Deutschen Chorwettbewerb in Dortmund von 2010. Das umfangreiche Repertoire hat dem Chor viele Konzertauftritte renommierter Veranstalter beschert. Zuletzt gastierten die Mädchen im Juni bei der Essener Chornacht in der Essener Philharmonie. Regelmäßige CD-Produktionen runden den umfassenden Betrieb ab.

Dabei sieht sich der Chor aktuell auch mit Widrigkeiten konfrontiert. Neben dem viel zu kleinen Probenraum in der Domsingschule rauben die neuen Ganztagsschulen wertvolle Probenzeit am Nachmittag, „obwohl die Mädchen eigentlich viel lieber zur Chorprobe kommen würden, als in der Schule zu bleiben“, sorgt sich der Chorleiter Raimund Wippermann.

Dennoch singen aktuell rund 90 Mädchen im Alter zwischen 5 und 23 Jahren in drei Gruppen, die sich nach Alter und Begabung richten. „Neueinsteiger sind immer herzlich willkommen“, wirbt Wippermann. „Durch die pädagogische und altersgerechte Arbeitsweise verbunden mit einem spielerischen Umgang mit Musik können wir einem hohen Leistungsanspruch gerecht werden.“ Gleichzeitig garantiert er, dass über den wöchentlichen Proben aller Altersklassen immer die Freude am Singen und der Musik stehe. „Außerdem wird kein Mädchen weggeschickt, denn jeder Mensch kann singen!“ Voraussetzung dabei sei die Freude an der Musik und die Bereitschaft, regelmäßig an den Proben teilzunehmen.

Diese Grundlage bringt die kleine Marleen mit, die nun im Vor-Chor behutsam an die Kunst des Singens herangeführt wird. Genau wie ihre Mutter schon vor 20 Jahren. (ks)

Weitere Informationen zum Mädchenchor am Essener Dom unter www.dommusik-essen.de.

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