"Eine Ehe ohne Gottes Segen kommt für mich nicht in Frage"

In der Osternacht und Osterzeit werden sie getauft, gefirmt und empfangen zum ersten Mal die Heilige Kommunion. 14 Erwachsenen aus dem Ruhrbistum erteilte Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck in einer feierlichen Pontifikalvesper im Essener Dom die Zulassung zu den "Sakramenten des Christwerdens".


14 Erwachsene aus dem Ruhrbistum wollen sich taufen lassen

Die Kirche und der christliche Glauben spielten im Leben von Jens Volmer bislang keine große Rolle. In der Schule nahm er als Kind zwar am Religionsunterricht teil, mehr Berührungspunkte gab es jedoch nicht. „Ich habe bislang nie mit dem Gedanken gespielt, in die Kirche einzutreten“, bekannte der Essener bei der Feier der Taufzulassung im Essener Dom am vergangenen Sonntag. Doch das änderte sich, als er und seine Freundin beschlossen zu heiraten. Schnell stand fest: Eine Ehe ohne den Segen Gottes kommt für beide nicht in Frage und auch die Kinder sollen später getauft und im christlichen Glauben erzogen werden. „Da wurde mir bewusst, dass ich zuvor selber diesen Weg gehen möchte“, erzählt der Taufbewerber.

Jens Volmer ist einer von 14 erwachsenen Frauen und Männer aus dem Ruhrbistum, die rund um das kommende Osterfest die Sakramente der Taufe, Firmung und Eucharistie empfangen werden. In den vergangenen Monaten haben sie sich unter Anleitung erfahrener Christen intensiv mit dem christlichen Glauben und Lebensstil auseinandergesetzt. „Im Gegensatz zur Säuglingstaufe, verlangt die Erwachsenentaufe eine bewusste und persönliche Entscheidung für den Glauben und für ein an christlichen Werten orientiertes Leben“, erklärt Nicole Stockhoff, Abteilung Glaubenslehre, Liturgie und Ökumene im Bistum Essen. „Mit der Zulassung zur Taufe beginnt die letzte intensive Phase der Vorbereitung auf den Empfang der Sakramente an Ostern“.

Das Bekenntnis der Taufbewerber stärke nicht nur die Kirche als Ganzes, sondern auch die Gemeinden, die die Katechumenen vorbereitet haben – das betonte Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck in seiner Predigt bei der Zulassungsfeier. „Veränderte Zeiten, unruhige Jahre, herausforderungsvolle Aufgaben und die Suche nach einem tiefen Halt und der Verlässlichkeit von Beziehungen, lässt Menschen den Weg in die Kirche finden“, so der Ruhrbischof. Das besondere am Christsein sei jedoch der Glauben, der die Menschen berühre und sie für Sorgen und Nöte berührbar mache. „Christsein bedeutet auch, stellvertretend für die zu glauben, die nicht glauben können, Glaubenszweifel haben, die Suchende und Fragende sind, die allein sind, die nicht weiterwissen“, wandte sich der Overbeck an die Taufbewerber. „Der Glaube ist in diesem Sinne Gottes Geschenk an Sie und an uns alle. Ich wünsche Ihnen, dass Sie diesen Glauben ein Leben lang fruchtbar machen können“. (ms)

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